Lob, Kritik und Verriss für Augsburgs Medien im September 2026





VIELE FRAUEN IM SCHACHKLUB

Das neue Magazin Sport in Augsburg für September und Oktober 2026 ist erschienen.


In diesem Heft mit 70 Seiten erfahren wir einiges über eine neue Sportart, die sich Catch ’n’ Serve-Ball nennt. Interessant ist auch der Bericht über die neue Basketballmannschaft bei den Hessing Kängurus.

Und wer hätte etwas gewusst von einer Augsburger Hochschul-Fechttruppe, wenn es nicht hier im Magazin stehen würde? Ein schöner Rückblick auf das Radrennen in der Augsburger Maximilianstraße ist zu lesen. Wir erfahren zudem, dass der Augsburger EV in der Saison 2026/27 die Entwicklung seiner Nachwuchsspieler klar vor kurzfristige Ergebniserfolge stellt. Wir lesen von Inklusion, die erlebbar ist bei der Sportwoche für alle.

Wir erfahren auch von der Jugendeuropameisterschaft im Lead-Klettern, die internationalen Spitzensport ins DAV-Kletterzentrum bringt. Dabei sind auch zwei Augsburger Talente, Annika Müller und Jakob Meyer.


Einer von vielen Berichten.

Dirk Wurm, Zweiter Bürgermeister und Referent für Soziales und Sport, lässt uns wissen, dass er sich auf eine Olympiade in München und Augsburg freut, wenn sie denn kommt. Entschieden wird das nach seinen Worten am 26. September. Natürlich erwähnt er auch die Verbesserungen für die Augsburger Bäderlandschaft, die die neue Stadtregierung angehen will.

Vorgestellt wird auch die Augsburger Faninitiative «Augsburg Calling», ein fast schon 20-jähriges Projekt vom Punkrocker Gerhard «General» Seckler. Dieser will nun sein Projekt als Stiftung mit Freunden weiterentwickeln.

Sehr schön ist der Bericht über die vielen Frauen im Schachklub Kriegshaber. Wir erfahren einiges über die Zusammenarbeit der Brauerei Riegele mit den Augsburger Panthern. Voll köstlich ist natürlich wieder die satirische Schreibe von Professor Spottilius Nasenhorn auf der letzten Seite. Da geht es um die Trinkgewohnheiten von Sportlerinnen und Sportlern bei ihrem speziellen Sport.


Herausgeberin Angela Merten.


Sehr gut gefällt mir der Kommentar von Herausgeberin Angela Merten: «Ein Verein ist kein Supermarkt, den ich möglichst effizient wieder verlassen möchte. Menschen aller Generationen kommen hierher, um Sport zu treiben, aber eben nicht nur deshalb. Sie treffen Freunde, reden, lachen, verbringen miteinander Freizeit. Für manche wird der Verein zum zweiten Zuhause. Und vielleicht sollten wir uns bei allem, was technisch inzwischen möglich ist, genau das immer wieder bewusst machen. Digitalisierung und KI können vieles einfacher, schneller und besser machen. Entscheidend ist für mich, dass dabei genug Platz für das bleibt, was einen Verein am Ende ausmacht: die Menschen!

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WILL AA-PRESTLE KRISE HERBEISCHREIBEN?

Kommt mir vor, als wolle die Journalistin Nicole Prestle eine Regierungskrise in Augsburg herbeischreiben. Dem neuen OB unfreundlichen Ärger machen? Dabei gehts irgendwie um Jobs für die abgewählte Eva Weber, mit der sie wohl befreundet ist.



Ganz schlimm ist nicht nur das Zitieren von anonymen CSU-Politikern und der ehemaligen SPD-Frau Mäggi Heinrich, die aus Rachegründen zur CSU wechselte. Sie greift als eifernde Konvertitin auf Facebook völlig sinnlos ihren ehemaligen SPD-Kollegen und jetzigen Oberbürgermeister Dr. Florian Freund an. Gehts noch frustrierter, liebe  Mäggi? Dein SPD-Papa rotiert im Grab!

Nicole Prestle ist die Leiterin der Lokalredaktion der Augsburger Allgemeine (AA). Ihre Berichterstattung gleicht dem Beginn einer Anti-OB-Freund-Kampagne und ist aber ziemlich wirr. Wird ihre Leserschaft nicht kapieren. Das ist das Tröstliche daran.

Schon beim unglaublich teuren Theaterneubau warf  sich Prestle für Gribl und Weber gnadenlos in die Bresche, die dieses Schuldenmonster in Gang brachten. Dafür wurde Prestle mit der Leitung der Lokalredaktion der AA belohnt.

Ist mir schleierhaft, wie eine solche voreingenommene Journalistin die wichtige Augsburg-Abteilung der hiesigen Tageszeitung - mit Monopolstellung - leiten kann.

Aber, wer weiß: Vielleicht gibt es bald eine Causa Prestle?


GOLDENER SCHMALZTOPF
FÜR ANJA MARKS SCHILFFARTH

Eindringlich und höchst berührend schildert uns die Chefin des Augsburg Journal, wie toll Eva Weber nach ihrer Abwahl als Augsburger Oberbürgermeisterin ihr Leben genießt.

Screenshot vom Augsburg Journal.


"Den ersten Teil des neuen Lebensabschnitts verbringt die ehemalige Oberbürgermeisterin in Ligurien – mit Meer, Fahrradtouren, Märkten, Strickzeug und viel Zeit. Nach 15 Jahren mit ständiger Erreichbarkeit schreibt Weber nun: „Was oft gefehlt hat: Mein Leben. Und das ist jetzt zurück.“

Für so viel Einfühlungsvermögen hat Anja Marks Schilffarth hundertpro den Goldenen Schmalztopf verdient! 

P.S.: Ich frage mich nur, warum ist sie dann überhaupt zum Wahlkampf angetreten? Und nimmt sie ihren Ehegatten nicht mit in das neue Leben um schöne Fotos von ihr zu schießen? Hoffentlich bringt sie ihrem Nachfolger, Florian Freund, zum Dank für das schöne Leben ein Souvenir aus Ligurien mit.




Sonja Latermann, die fleißige Kirchenmusikerin.

BRAVE ORGLERIN
Eher Kirchenzeitung als informative Stadtteilbroschüre

Sie wohnt in der Jakober Vorstadt von Augsburg und ist vielleicht die fleißigste Musikerin in ganz Augsburg: Sonja Latermann! Die Kirchenmusikerin in der Kirche St. Max ist seit 1998 schier unermüdlich im Einsatz: Sie spielt nicht nur die Orgel in St. Max, sondern leitet auch den Jugendchor, den Kirchenchor und den Kinderchor Maxissimo. Sie macht Musik im Krankenhaus Vincentinum und im Antoniushaus. Orgelt auch als Vertreterin für kranke Organisten und gibt noch Musikunterricht mit Flöte, Klavier und natürlich Orgel. Allerdings ist das Interview von Alexandra Ullmann mit ihr zu belanglos und Sonja Latermann kommt auf 2 Seiten leider als brave Orglerin rüber. Die zwei Seiten gönne ich ihr, aber ist doch bei 8 Seiten bissle viel Platz für eine Person. 

Wären da nicht kleine Berichte über die Führungen des Buchhändlers Kurt Idrizovic durch die Jakober Vorstadt, der Bericht über Neugestaltungen vom Spielplatz am Bogen und westliche Jakoberstraße (wo immer die ist), bissle Info über das Juze Villa, die Herbstdult und ein Christbaumfest, so müsste man diese dünne Broschüre als Kirchenzeitung bezeichnen. Denn die Titelseite nimmt das große Foto von St. Max ein, dazu ein kleines der Cagri-Moschee. Eine ganze Seite für die Kirchen in der Jakober Vorstadt. Gibt's sonst keine interessanten Vereine, Gruppierungen oder sonstige Organisationen zwischen Jakober Tor und Barfüßer Brücke?

Zu viel Kirche in der Stadtteilbroschüre und somit langweilig.



Das ist nicht nur einseitig, sondern auch stinklangweilig, liebe Redaktion! 

Wer immer das auch ist. Es gibt doch viele interessante Menschen und dauernd neue Läden und Lokale in diesem bunten und lebendigen Quartier. Warum bringt ihr da nichts? Ich bin schwer enttäuscht.

Diese Informationen für "unsere Jakober Vorstadt" liefert die 8seitige Broschüre "Jakobsviertel". Ein Gemeinschaftsprojekt der "Medienwerkstatt" mit Unterstützung durch das Quartiersmanagement Jakobervorstadt Nord im Auftrag der Stadt Augsburg. Das meiste dabei hat wohl die Grafikerin Iris Hahn im Lauterlech gemacht.

PS.: Ganz furchtbar ist das Foto vom Juze Villa in der Bleich (ein Teil der Jakober Vorstadt). Damit lockt ihr nicht Gäste an, sondern schreckt sie ab!




Zusammengestellt von: Aaron Blöd

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