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| Eber am Rathausplatz |
Eber will im März 2026 für immer schließen.
Die Hiobsbotschaften in der Augsburger Gastro-Szene rissen in letzter Zeit nicht ab. Probleme, Insolvenzen und Schließungen häuften sich. Dabei denken wir an Kahnfahrt, 1516 im Hauptbahnhof, Kätchens, Ihle-Cafe in der Wertachstraße, Anna-Cafe, Schenk, Joe Penas, Schlachthof, Blaue Kappe und Kaffeehaus Thalia.
Der letzte Gastro-Schock ereilte Augsburg mit der Nachricht durch die Augsburger Gastro-News auf Facebook, dass im März kommenden Jahres die Konditorei Eber mit seinem Café am Augsburger Rathausplatz für immer schließen wird.

Natürlich ist Eber ein Haus mit viel Tradition. Doch das waren auch Kolonial Bader, Schmelzer, Schenk, Attenhauser im Schwabencenter, Hoffmann und Drexl. Ebenso Bertele, einst Nachbar von Eber am Rathausplatz. So wie Dichtl und Euringer, die allerdings noch weitermachen.
Die Süßigkeiten-Auswahl im Eber ist ehrlich gesagt fast schon unverschämt. Die zaubern täglich bis zu 40 verschiedene Torten- und Kuchensorten. Da gibt es alles von der klassischen Mandeltorte bis hin zu Orangen-Creme-Schnitten. Wenn man eher der Pralinen-Typ bist, bist du da auch gut aufgehoben. Die machen die kleinen süßen Dinger nämlich alle in Handarbeit. Für die Herzhaften gibt es Frühstück mit Namen wie „Rathausplatz“, „Piccadilly“ oder „Tiffany“. Und weil wir im Jahr 2025 sind, haben sie auch vegane Krapfen, glutenfreie Brownies und Hafermilch am Start.

Natürlich ist Eber ein Haus mit viel Tradition. Doch das waren auch Kolonial Bader, Schmelzer, Schenk, Attenhauser im Schwabencenter, Hoffmann und Drexl. Ebenso Bertele, einst Nachbar von Eber am Rathausplatz. So wie Dichtl und Euringer, die allerdings noch weitermachen.
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| Zwetschgen-Datschi in der Schachtel: Spezialität von Eber. |
Die Süßigkeiten-Auswahl im Eber ist ehrlich gesagt fast schon unverschämt. Die zaubern täglich bis zu 40 verschiedene Torten- und Kuchensorten. Da gibt es alles von der klassischen Mandeltorte bis hin zu Orangen-Creme-Schnitten. Wenn man eher der Pralinen-Typ bist, bist du da auch gut aufgehoben. Die machen die kleinen süßen Dinger nämlich alle in Handarbeit. Für die Herzhaften gibt es Frühstück mit Namen wie „Rathausplatz“, „Piccadilly“ oder „Tiffany“. Und weil wir im Jahr 2025 sind, haben sie auch vegane Krapfen, glutenfreie Brownies und Hafermilch am Start.
Sonntags soll Eber nicht geöffnet worden sein, so ist zu hören, wegen dem religiösen Leben. Besonders im Sommer wurde das ruhende Meublement auf dem ansonsten ringsum von Aposto, Henry's, Dean und David und Heyzel gastronomisch betreuten Rathausplatz bemängelt.
Eher bescheiden fiel Ebers Rabatt-Aktion zum 100-Jahre-Jubiläum aus. Gewöhnungsbedürftig war im Café Eber auch manches Servicepersonal: Neue Gäste fühlten sich durch eine muffelige Art nicht immer willkommen.
Atmosphäre und Style: Das Interieur ist 1970er-Stil. Und eine ordentliche Portion Bürgerlichkeit. Eine Wohlfühl-Oase für seriöse Senioren, die aber naturbedingt immer weniger werden. Es ist der perfekte Ort, um sich wie ein Augsburger Original zu fühlen. Ein klassisches Konditorei-Café, in dem der Fokus auf dem Handwerk und der Tradition liegt. Marketing war da wirklich ein Fremdwort.
Ein paar Fakten über Eber auf die Hand: Gegründet: 1925, eigene Backstube, in der noch richtig handwerklich gearbeitet wird, Recup-Becher für den Kaffee to go. Spezialität: Der legendäre Baumkuchen und der Schoko-Igel.
Mittlerweile führen Vater und Sohn, Klaus und Christian Eber, das Geschäft in der dritten und vierten Generation. Wir nehmen an ihnen gehört auch das ganze Haus am Rathausplatz. Und so werden sie mit dem neuen Mieter des Lokals, es solle eine Pizza-Kette (L'Osteria?) sein, sicher gute Mieteinnahmen erzielen können.
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| Eber: Konditorei und Café |
Atmosphäre und Style: Das Interieur ist 1970er-Stil. Und eine ordentliche Portion Bürgerlichkeit. Eine Wohlfühl-Oase für seriöse Senioren, die aber naturbedingt immer weniger werden. Es ist der perfekte Ort, um sich wie ein Augsburger Original zu fühlen. Ein klassisches Konditorei-Café, in dem der Fokus auf dem Handwerk und der Tradition liegt. Marketing war da wirklich ein Fremdwort.
Ein paar Fakten über Eber auf die Hand: Gegründet: 1925, eigene Backstube, in der noch richtig handwerklich gearbeitet wird, Recup-Becher für den Kaffee to go. Spezialität: Der legendäre Baumkuchen und der Schoko-Igel.
Mittlerweile führen Vater und Sohn, Klaus und Christian Eber, das Geschäft in der dritten und vierten Generation. Wir nehmen an ihnen gehört auch das ganze Haus am Rathausplatz. Und so werden sie mit dem neuen Mieter des Lokals, es solle eine Pizza-Kette (L'Osteria?) sein, sicher gute Mieteinnahmen erzielen können.
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| Rabatt-Aktion zu 100 Jahre Café Eber in Augsburg. |
Aber: Ist der bittere Abschied von Eber und einige seiner Kollegen wirklich schon der Untergang der Augsburger Gastro-Branche? Sind es nicht die Schnellebigkeit in der Gastro-Szene und die neuen Trends, die diese Meldungen hervorbringen?
Am Rande der Stadt entstehen durch die großen Bäckereien wie Ihle, Wolf und Balletshofer riesige Kaffee-Tempel und neue Jugendcafés wie Weißes Lamm, Heyzel, Dede und Nene, Yard, Pow Wow, Fiora, Fellows und sogar auch soziale Cafés wie Cabresso und Tür an Tür laufen gut. Das Kaffeehaus Thalia punktet mit Zugang zum Kino und Essen bis spät in die Nacht und einem riesigen Zeitungsangebot für die Gäste. Nicht zu vergessen die Cafés der Bäckereien Laxgang, Schneider, Knolli und Schubert. Interessant ist auch ein neues Kombi-Angebot durch das Bistro Brechts, in das nach seinem Wegzug aus der Ludwigstraße das Café Yard eingezogen ist. Das afrikanische Café MAK wirbt mit bestem Kaffee aus Tanzania, geröstet in Augsburg.
Am Rande der Stadt entstehen durch die großen Bäckereien wie Ihle, Wolf und Balletshofer riesige Kaffee-Tempel und neue Jugendcafés wie Weißes Lamm, Heyzel, Dede und Nene, Yard, Pow Wow, Fiora, Fellows und sogar auch soziale Cafés wie Cabresso und Tür an Tür laufen gut. Das Kaffeehaus Thalia punktet mit Zugang zum Kino und Essen bis spät in die Nacht und einem riesigen Zeitungsangebot für die Gäste. Nicht zu vergessen die Cafés der Bäckereien Laxgang, Schneider, Knolli und Schubert. Interessant ist auch ein neues Kombi-Angebot durch das Bistro Brechts, in das nach seinem Wegzug aus der Ludwigstraße das Café Yard eingezogen ist. Das afrikanische Café MAK wirbt mit bestem Kaffee aus Tanzania, geröstet in Augsburg.
Inzwischen sind die Cafés kein Beiwerk mehr in Bäckereien, was mit kleinen Stehcafés los ging, sondern starke Umsatzbringer. Auch Bistros und Restaurants sind dauernd im Wandel begriffen. Inzwischen nehmen auch Lokale wie 13, Dill, Nude, Katzentempel und Rübenrot für Vegetarier und Veganer zu.
Und warum stehen die Kunden in SB- Cafés wie Wolf in der Steingasse, nicht weit von Eber und weitaus schattiger, gerne Schlange? Auch Kahn in der Annastraße kann sich nicht beklagen. Wurde auch rechtzeitig renoviert und optimal modernisiert.
Und warum stehen die Kunden in SB- Cafés wie Wolf in der Steingasse, nicht weit von Eber und weitaus schattiger, gerne Schlange? Auch Kahn in der Annastraße kann sich nicht beklagen. Wurde auch rechtzeitig renoviert und optimal modernisiert.
Ein weiterer Beweis für bestens besuchte Cafés, Bistros und andere Lokale im Augsburger Zentrum sind Il Vicolo, das Terrassencafé im Wöhrl und das Kaufhauscafé bei Schuh Schmid. Auch das Kaufmann im Stadtmarkt brummt. Und Bobs Bowlingbahnen und der rockige Charme seiner Lokale sind starke Publikumsmagneten.
Unser Kommentar:
Mensch Leute, in Augsburg scheint gerade das große Gastro-Heulen ausgebrochen zu sein. Einige geliebte Läden machen dicht. Jetzt macht auch noch Eber am Rathausplatz im März die Schotten dicht. Ja, das ist schade um die Tradition, aber mal ehrlich. Wer nur auf alten Kamellen ausruht, verliert eben gegen die hippen Neuzugänge. Während die einen über das Ende jammern, stehen die Leute beim Wolf Schlange. Die Szene ist nicht tot, sie sortiert sich nur gerade kräftig neu.
Es gibt schließlich immer noch Lichtblicke und spezielle Locations die erfolgreich sind wie das Bootshaus, Picnic und Floßlände. Der Spruch gilt immer noch: Man sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen!
| In der Gastronomie kann schnell was an- oder abbrennen. |
Unser Kommentar:
Mensch Leute, in Augsburg scheint gerade das große Gastro-Heulen ausgebrochen zu sein. Einige geliebte Läden machen dicht. Jetzt macht auch noch Eber am Rathausplatz im März die Schotten dicht. Ja, das ist schade um die Tradition, aber mal ehrlich. Wer nur auf alten Kamellen ausruht, verliert eben gegen die hippen Neuzugänge. Während die einen über das Ende jammern, stehen die Leute beim Wolf Schlange. Die Szene ist nicht tot, sie sortiert sich nur gerade kräftig neu.
Es gibt schließlich immer noch Lichtblicke und spezielle Locations die erfolgreich sind wie das Bootshaus, Picnic und Floßlände. Der Spruch gilt immer noch: Man sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen!




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