Demonstration vor der Uniklinik Augsburg!

Demo gegen Zerstörung des Parks bei der Augsburger Uni-Klinik.
(Foto: Dominik Minges)


Protest gegen Zerstörung des Augsburger Uni-Parks bei den Feierlichkeiten zum Intensivzentrum


Während an der Uniklinik Augsburg im Beisein zahlreicher geladener Gäste aus Politik und Öffentlichkeit die Feierlichkeiten zum neuen Intensivzentrum stattfanden, demonstrierten zeitgleich über 60 Bürgerinnen und Bürger auf dem Klinikgelände. Die Kundgebung wurde vom BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg organisiert und von der Baum-Allianz sowie der V-Partei³ unterstützt.

Die Demonstrierenden nutzten den Anlass, um auf ökologische, städtebauliche und gesundheitspolitische Aspekte aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Kritik steht die geplante Bebauung des westlich gelegenen Parkareals. Nach Auffassung der Veranstalter handelt es sich bei dieser Grünfläche um einen wichtigen Erholungsraum für Patientinnen und Patienten, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Studierende. Zugleich stellt der Park einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten dar.

Die V-Partei³ spricht sich ausdrücklich für die alternative Baufläche Ost aus. Nach ihrer Einschätzung ist eine Bebauung dort in gleicher Weise möglich, ohne den bestehenden Park („Fläche West“) zu beeinträchtigen. „Der Erhalt der Grünflächen muss Priorität haben – für die Genesung der Patientinnen und Patienten, für die Lebensqualität der Anwohnerschaft und für den Schutz der Tiere“, erklärt Stadtratsmitglied Roland Wegner.

Der angeführte Zeitvorteil der West-Variante sei bislang nicht nachvollziehbar und nicht valide belegt worden. Aus Sicht der V-Partei³ werde dieses Argument vorgeschoben, um eine größere bauliche Ausnutzung des Areals zu ermöglichen, was wirtschaftliche Vorteile bedeuten würde. Zudem kritisiert die Partei, dass in der aktuellen Beschlussvorlage des Stadtrats dem Artenschutz nicht der notwendige Stellenwert eingeräumt werde, dieser gar verhöhnt werde.

Die V-Partei³ betont abschließend die zentrale Bedeutung innerstädtischer Grünflächen für Klimaresilienz, Artenvielfalt und Aufenthaltsqualität – insbesondere im sensiblen Umfeld eines Klinikstandorts.

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