Liebe für alle, Hass für keinen: Die weiße Moschee in Oberhausen als Treffpunkt für gute Gedanken und Taten!
Ein Fest der positiven Begegnung und des Respekts in der Moschee
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| In der Moschee wird von den Mitgliedern der Ahmadiyya-Muslims ein Scheck für die Aktion Lichtblicke in Augsburg übergeben. |
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| Interessiertes Frauentrio im Publikum: Die Kulturpolitikerin Iris Steiner, die Künstlerin Fidela Garcia de la Russa und die Lichtblicke-Mitarbeiterin Mila Koller. |
Augsburger Kommunalpolitiker standen in der weißen Bait-un-Naseer Moschee an der Donauwörther Straße hinter dem Redner-Pult und hielten eine Ansprache für die Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde (AMJ) zum Neujahresempfang. Vorher wurde das Publikum vom neuen Imam Mohammad Luqman Shahid dieser Gemeinde begrüßt.
"Bait-un-Naseer" ist der Name dieser schönen Moschee, die 2017 erbaut wurde. Übersetzt ins Deutsche verrät er uns die Zielrichtung der Menschen, die sich hier treffen: "Haus des Helfers". Auf der Außenseite der Moschee ist deutlich zu lesen: "Liebe für alle, Hass für keinen", Diese Muslims, die hauptsächlich ihre Wurzeln in Pakistan haben, setzen sich mit ihrem Kalifen Hadhrat Mirza Masroor Ahmad "stetig für den Weltfrieden" ein.
Nach den inspirierenden Reden wurde es pakistanisch kulinarisch
Was für ein herzerwärmender Start in das neue Jahr in unserem wunderbar multikulturellen Stadtteil Oberhausen. Als Gast beim Neujahresempfang der dortigen Moschee fühlte man sich von der ersten Sekunde an willkommen. Schon beim Betreten des Gebäudes begann die Reise in eine Welt der Gastfreundschaft. Für den prachtvollen Gebetssaal mit seiner beeindruckenden Kuppel hieß es erst einmal. Schuhe ausziehen. Auf leisen Socken betraten wir den weichen. grünen Ornament Teppich. Der Raum strahlte eine Ruhe aus. die sofort auf die Besucher überging.
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| Bürgermeister Bernd Kränzle von der CSU: Erinnerte sich an sein Außenseitertum als evangelischer Knabe im katholischen Bayern. |
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| Elisabeth Wiesholler von Die Linke: Freute sich über das Engagement der jungen Muslime. |
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| Gerd Koller von Lichtblicke Augsburg: "Alle Kinder sind unsere Kinder!" |
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| Iris Steiner, OB-Kandidatin der FDP: Erinnerte an historische Glauben-Ereignisse in Augsburg wie den Religionsfrieden von 1555. |
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| Frank Pintsch von der CSU: Er überbrachte Grüße von OBin Eva Weber. |
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| Serdar Akin von den Grünen: Er brachte Grüße von Bürgermeisterin Martin Wild. |
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| Florian Freund, OB-Kandidat der SPD: Lobte besonders das soziale Engagement der Muslim-Gemeinde. |
Ein besonderer Höhepunkt war der gezeigte Film über die sozialen Aktionen dieser engagierten Gemeinde. Es ist beeindruckend zu sehen. wie tief diese sozial orientierte Muslim Gemeinde in Augsburg verwurzelt ist und wie viel Verantwortung sie übernimmt. Nach den inspirierenden Reden wurde ein Gruppenfoto mit dem übergroßen Scheck mit 4.105,49 Euro zur Spende für die "Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg – LICHTBLICKE e.V." mit allen irgendwie beteiligten Personen zusammengestellt.
Dann wurde es kulinarisch. Die Frauen der Gemeinde hatten eigenhändig pakistanische Speisen gekocht und gebacken. Von herzhaften Spezialitäten bis zu süßem Gebäck war alles dabei. Die Qualität des Essens spiegelte die Herzlichkeit der anwesenden Frauen wider.
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| Rolf von Hohenau (r.) Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern: Er überwacht die optimale Verwendung des Schecks, der gespendet wurde. |
Feine Unterschiede
Beim gemeinsamen Essen entstanden wunderbare Gespräche über die Gewohnheiten in Deutschland, in Schwaben, in Augsburg und in der pakistanischen Heimat der Gemeinde-Mitglieder. Es ist faszinierend. wie unterschiedlich Respekt ausgedrückt wird. Während man in Deutschland in der Kirche den Hut abnimmt. trägt man in der Moschee als Zeichen der Hochachtung eine Kopfbedeckung. Auch beim Blickkontakt gibt es feine Unterschiede. Wo wir Deutschen den direkten Blick suchen. senken pakistanische Menschen aus Höflichkeit den Blick. Diese gutgelaunten und fröhlichen Menschen sind bereichernde Bürger unserer Stadt Augsburg. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung: "Wir kommen beim nächsten Mal sicher wieder!"
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Was wissen wir über diese Muslim-Gemeinde in Augsburg?
Schwerpunkte: Die Gemeinde legt großen Wert auf soziales Engagement, wie die Obdachlosenspeisung oder den jährlichen Charity Walk.
Historischer Kontext: In Augsburg ist die Ahmadiyya-Gemeinde ein fester Bestandteil des religiösen Lebens und engagiert sich stark für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.Organisation und Status in Deutschland
Die AMJ zeichnet sich durch eine straffe, weltweite Organisation unter der Leitung eines Kalifen aus. In Deutschland ist sie seit 2013 als Körperschaft des öffentlichen Rechts (K d ö R) anerkannt, was ihr rechtlich denselben Status wie den großen christlichen Kirchen einräumt. Diese Anerkennung unterstreicht ihre strukturelle Integration und Beständigkeit.
Präsenz in Augsburg
In Augsburg ist die Gemeinde fest verankert und betreibt mit der Hebe-ul-Hai-Moschee im Stadtteil Lechhausen ein eigenes Gebetshaus. Die Mitglieder der Ahmadiyya in Augsburg engagieren sich regelmäßig im interreligiösen Dialog und beteiligen sich aktiv am gesellschaftlichen Leben der Stadt. Bekannt sind sie vor allem durch ihre jährlichen Neujahrsputz-Aktionen, bei denen Mitglieder freiwillig die Straßen von Silvesterresten befreien, um ihre Verbundenheit mit der lokalen Gemeinschaft zu demonstrieren.
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| Der neue Imam Mohammad Luqman Shahid. |
Das Motto: "Liebe für alle, Hass für keinen"
Das Leitmotiv der Gemeinde, "Love for All, Hatred for None", bildet den Kern ihrer religiösen Praxis und Öffentlichkeitsarbeit. Damit verfolgt die AMJ folgende Ziele:
Friedensförderung: Die Überzeugung, dass religiöse Lehren ausschließlich friedlich und tolerant gegenüber allen Menschen, unabhängig von deren Glauben, ausgelegt werden müssen.
Vorurteilsprävention: Durch Transparenz und Dialog sollen Ängste gegenüber dem Islam abgebaut werden.
Humanitäres Engagement: Das Motto dient als Motivation für weltweite Hilfsprojekte und soziales Engagement, um den Dienst an der Menschheit als religiöse Pflicht darzustellen.
Die AMJ versteht sich als eine Gemeinschaft, die Loyalität zum jeweiligen Heimatstaat als Teil ihres Glaubens betrachtet, was sich in ihrer aktiven Integrationsarbeit widerspiegelt.
In der Bert-Brecht-Stadt Augsburg setzt Imam Mohammad Luqman Shahid die Tradition des sozialen Engagements fort, wobei er einen besonderen Fokus auf die Vernetzung innerhalb der lokalen Stadtgesellschaft legt. Die Projekte der Ahmadiyya-Gemeinde sind darauf ausgerichtet, Barrieren abzubauen und den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern.
Hier sind einige der zentralen Projekte und Aktivitäten, die für Augsburg von Bedeutung sind:
Dialog und Offenheit in der weißen Moschee: Ein wichtiges Anliegen ist die regelmäßige Öffnung der Bait-un-Naseer Moschee. Unter der Leitung des neuen Imams werden verstärkt Führungen und Diskussionsabende angeboten, um Vorurteile abzubauen. Er legt Wert darauf, dass die Moschee ein offener Ort für alle Augsburger Bürger bleibt, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit.
Soziales Engagement und Wohltätigkeit
Charity Walk & Run: Diese bundesweite Initiative der Jugendorganisation ist auch in Augsburg ein fester Termin. Die Erlöse kommen lokalen Einrichtungen zugute. Damit wurde auch das Spendengeld für den eindrucksvollen Lichtblicke-Scheck gesammelt.
Obdachlosenhilfe: Die Gemeinde organisiert regelmäßig Aktionen zur Speisung von Bedürftigen in der Augsburger Innenstadt. Damit zeigt die Gemeinde Präsenz abseits der religiösen Stätten und hilft direkt vor Ort.
Blutspende-Aktionen: In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz werden regelmäßig Blutspende-Termine in den Räumlichkeiten der Gemeinde organisiert.
Interreligiöser Austausch Imam Shahid beteiligt sich aktiv am runden Tisch der Religionen in Augsburg. Ziel ist es, das friedliche Miteinander in der Stadt zu stärken. Besonders nach dem Wechsel von Hamburg nach Augsburg ist es ihm ein Anliegen, die spezifischen Bedürfnisse der Augsburger Gemeinde mit den städtischen Integrationsangeboten zu verknüpfen.
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| Die Moschee "Bait-un-Naseer". |
Nachhaltigkeit und Verantwortung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Jugendarbeit. Jungen Gemeindemitgliedern wird vermittelt, Verantwortung für ihre Stadt Augsburg zu übernehmen, sei es durch Reinigungsaktionen nach Silvester oder durch die Teilnahme an lokalen Umweltprojekten.









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