Unser Podcast zur Augsburger Wahl: Retro-Läufer, Psychologe und Gegenpol

Unser Podcast über die drei OB-Kandidaten Bruno Marcon von Augsburg in Bürgerhand, Roland Wegner von der V-Partei und Andreas Jurca von der AfD.



In der Schwabenmetropole Augsburg steigt die Spannung vor der OB-Wahl am 8. März 2026. Drei Herausforderer rütteln am Status quo. Bruno Marcon von Augsburg in Bürgerhand setzt voll auf soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum. Roland Wegner von der V-Partei bringt ökologische Tierthemen und nachhaltigen Wandel ins Spiel. Andreas Jurca von der AfD positioniert sich mit einem Fokus auf Sicherheit und Ordnung. Wer überzeugt die Wähler im Endspurt? Wir analysieren die Profile der Kandidaten.

Bruno Marcon: Der Diplom-Psychologe tritt für die Liste „Augsburg in Bürgerhand“ an und setzt konsequent auf Basisdemokratie. Sein Ziel ist ein radikaler Kassensturz bei den städtischen Finanzen, um Transparenz zu schaffen. Er fordert die Einführung eines Bürgerhaushalts, bei dem die Augsburger direkt über die Verwendung der Mittel mitentscheiden. Zu seinen Kernpunkten gehören zudem der Kampf gegen Mietpreisexplosionen und eine öko-soziale Transformation der Wirtschaft, etwa durch die Förderung von 1000 neuen Start-ups.

Roland Wegner: Der Bundesvorsitzende der V-Partei steht für die Werte Veränderung, Vielfalt und Vegan. In Augsburg kämpft er leidenschaftlich für den Klima- und Artenschutz. Wegner fordert unter anderem die Schließung des Augsburger Schlachthofes und den Erhalt des Klinikumsparks. Er kritisiert die Kosten der Staatstheatersanierung scharf und plädiert stattdessen für eine sparsame Priorisierung der städtischen Pflichtaufgaben. Transparenz in der Lebensmittelpolitik und ethische Verantwortung stehen bei ihm an oberster Stelle.

Andreas Jurca: Für die AfD geht der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Andreas Jurca ins Rennen. Er positioniert seine Politik als Gegenpol zu aktuellen grünen und sozialen Strömungen. Zu seinen Schwerpunkten zählen eine restriktive Migrationspolitik und die Stärkung der Sicherheit im öffentlichen Raum, insbesondere an Brennpunkten wie der Maximilianstraße. Er fordert zudem mehr direkte Demokratie und eine Entlastung der Bürger bei Steuern und Abgaben. Jurca betont dabei die Notwendigkeit einer bürgernahen Kommunalpolitik ohne ideologische Vorgaben.


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