Augsburgs Theater-Star Klaus Müller hört leider auf: "Ich komme wieder!"


Klaus Müller verlässt das Augsburger Staatstheater. Seine Fans sind traurig.


Schonungsloses Interview mit dem Augsburger Theater-Heroe Klaus Müller zum Abschied von der Bühne

10 Fragen an 10 Tagen!

Vom Weihwasser auf die Bretter, die die Welt bedeuten!

​Gottvertrauen reicht ihm nicht, er will Action, Drama und die ganz große Bühne! Klaus Müller, Jahrgang 1961, aus Bad Hersfeld, startete einst ganz brav mit Katholischer Theologie in Fulda und München, bevor er feststellte, dass die echten Predigten im Theater gehalten werden. Kurzerhand tauschte er die Bibelexegese gegen das legendäre Max-Reinhardt-Seminar in Wien ein und lernte die hohe Kunst von Schauspiel und Regie.

​Dann enterte er das ehrwürdige Wiener Burgtheater, um danach die Bühnen von Coburg, Halle an der Saale und sogar die Salzburger Festspiele aufzumischen. Als wäre das alles nicht schon meisterhaft genug, greift der Mann nebenbei noch zu Stift und Feder, zeichnet Cartoons und bringt als Illustrator punktgenau auf den Punkt, was Worte kaum fassen können.

​Seit 1996 war der Theater-Star eine absolute Säule des Ensembles am Staatstheater Augsburg, wo er das Publikum immer wieder aufs Neue begeisterte, erschütterte und zum Lachen brachte.

Klaus Müller wird 2006 mit dem Augsburger Theaterpreis ausgezeichnet für seine Darstellung des Joseph Tura in »Sein oder Nichtsein«, ebenso 2010 für »Herr Puntila und sein Knecht Matti«.

Am 20.2.2025 wird Klaus Müller der Titel Bayerischer Kammerschauspieler verliehen.
Im Sommer 2026 verlässt er unerwartet das Staatstheater Augsburg.​Jetzt stellt er sich unseren Fragen, seid gespannt auf ein Gespräch voller Wortwitz, Theaterdonner und genialer Einsichten!

1. Frage: Lieber Klaus Müller, nach gefühlt einem halben Jahrhundert flüchtest du aus dem Staatstheater Augsburg. Die gesamte Augsburger Theater-Meute löst sich in Tränen auf und ist in Schockstarre. Eine Theaterbühne in Augsburg ohne Klaus Müller ist einfach unvorstellbar und erinnert nun an eine öde Wüste. Was kannst du deinen Fans Tröstliches zum Abschied zu rufen?

Klaus Müller: Ich verlasse natürlich in Frieden die wunderbare Stiftung Staatstheater. Tröstung für alle meine Fans: Ich komme ja wieder und zwar im Mephisto was früher mal ein Kino war mit Minimum zwei Abenden. Da erzähle ich über mein Leben. Der Titel ist noch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich nach dem Max -Rabe-Song "Heut mach ich gar nix!" Damit eröffne ich den Abend. Der Untertitel heißt "Ätsch! Ein biografisches Desaster von und mit Klaus Müller -inklusive Rückblick auf 30 Jahre am Theater in Augsburg." 


Kommentare