Solarausbau auf städtischen Dächern -
Kohleausstieg der Stadtwerke – jetzt !
Mit einem Antrag zur Solaroffensive fordert Augsburg in Bürgerhand die Stadtregierung auf, dass "ab sofort die Installation von photovoltaischen und solarthermischen Anlagen auf städtischen Gebäuden" verwirklicht wird, um die dezentrale Energiewende voranzubringen.
Bruno Marcon, Stadtrat von Augsburg in Bürgerhand erklärt: "Das weitreichende Potential auf Augsburger Dächern darf nicht weiter ungenutzt bleiben, um die Klimaschutzziele schnellstmöglich zu erreichen. Hierfür sollte die Stadt Augsburg als Vorbild voran gehen."
In einem weiteren Antrag wird eingefordert, dass die Tochtergesellschaft der Stadt Augsburg, die Stadtwerke, aus dem Einkauf von Kohlestrom sofort aussteigen. Tobias Walter, energiepolitischer Sprecher von Augsburg in Bürgerhand führt aus: "Die Stadtwerke Augsburg versorgen ihre Kunden immer noch zu 21,8 % mit Strom aus Kohle. Kohle ist einer der klimaschädlichsten Energieträger. Für die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und um unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, muss sofort aus der Kohleverstromung ausgestiegen werden.“
Tobias Walter, der selbst Umwelttechnikingenieur ist, erklärt weiter: „Der sofortige Ausstieg aus der Kohle kann in Augsburg durch den sofortigen und geplanten Ausbau der regionalen erneuerbaren Kapazitäten sowie durch Kraftwärmekopplung (BHKW) umgesetzt werden. Dabei werden über 60% der eingesetzten Energie direkt in den Häusern zur Wärmeversorgung genutzt, die bei der Kohleverstromung als Abwärme ungenutzt in die Umwelt gelangen würden.“
Nach Ansicht von Augsburg in Bürgerhand hätten die Stadtwerke Augsburg in der Vergangenheit schon Anreize geschaffen, die weiter nach vorne gebracht werde müssten, wie z.B. die Heatbox, Power@Home (Mieterstromprojekte), Contracting und weitere Modelle. Auch der offensive Ausbau mit erneuerbaren Energien ist hier mit einzubeziehen.
Stadtrat Bruno Marcon sieht in der dezentralen Energiewende wichtige Impulse für die regionalen Dienstanbieter und das Handwerk: „Zusammen mit den Bürgern, dem lokalen Handwerk und den Stadtwerken als Dienstleister kann die Stadt Augsburg jetzt einen Impuls für eine breite dezentrale Energiewende setzen und gemeinsam in gezielter Anstrengung eine regionale Energiewende verwirklichen.“
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