Augsburger Gefahrenstrecke Klinkerberg: Kommt endlich eine positive Verbesserung? Stadtrat will das nun machen! Vorfreude für die Bürger dieses Wohnviertels!

Bei der Augsburger innenstädtischen Rennstrecke Klinkerberg wird auch schon
von einer "Todesstraße" gesprochen.
Engagierte Bürger wollen eine Aktion für einen bürgerfreundlichen Klinkerberg.

Es geschieht selten im Augsburger Rathaus, dass sich fast alle politischen Lager in einer Sache vollkommen einig sind. Doch beim Thema Klinkerberg gibt es kein Vertun mehr. Von der CSU über die Grünen, die SPD, V-Partei, Augsburg in Bürgerhand bis hin zur Generation Aux und der Bürgerlichen Mitte ist das Urteil gefallen: Die aktuelle Situation an dieser Verkehrsader ist untragbar.

Die Politik hat das Problem mit dem gefährlichen Verkehr Klinkerberg endlich erkannt, der Stadtrat will die Veränderung, doch auf dem Asphalt kommt davon bisher nichts an. Während die Karlstraße als Vorzeigeobjekt für modernes Verkehrsmanagement gefeiert wird, bleibt der Klinkerberg das Sorgenkind der Stadt. Die Fakten liegen auf dem Tisch und werden von den Fraktionen nicht länger ignoriert. 

Eine mehrspurige Einbahnstraße, die zur Rennstrecke verkommt, auf der Autos mit lebensgefährlichen Geschwindigkeiten hochjagen, passt nicht mehr in das Bild eines modernen, sicheren Augsburgs. Wenn Anwohner von Blut auf dem Asphalt und den Schreien der Unfallopfer berichten, ist das kein politisches Geplänkel mehr, sondern ein moralischer Auftrag.

Lärmschutz als rechtlicher Hebel


Da die Polizei den Klinkerberg rein statistisch noch immer nicht als offiziellen Unfallschwerpunkt führt, greift die Stadt nun zu einem taktischen Mittel: Der Lärmschutz soll die rechtliche Basis für das lang ersehnte Tempo 30 liefern. Es ist ein bürokratischer Umweg, ja, aber einer, den der gesamte Stadtrat mittlerweile als notwendig erachtet. Wenn der Schutz des Lebens rechtlich schwerfälliger zu begründen ist als der Schutz der Nachtruhe, dann sei es so. Hauptsache, der Wahnsinn am Klinkerberg wird gestoppt.

Gefahr im Wohnviertel


Es muss unbedingt erwähnt werden, dass die Straße Klinkerberg mitten durch eine reines Wohnviertel führt. Sie zieht sich über 600 Meter vom Plärrer bis zum Park bei der Klinkertor-Haltestelle. Hier befinden sich drei Parks, einige Schulen und Kinderspielplätze sowie ein großes Eis-Stadion. Während den Plärrer-Zeiten wimmelt es von Fußgängern. Bisher befindet sich in der Mitte des Klinkerbergs weder eine Verkehrsinsel noch eine Ampelanlage für die vielen Fußgänger, die hier unterwegs sind. Besonders die Schülerinnen und Schüler sind auf ihrem täglichen Schulweg gefährdet. Durch eine Fahrbahn mit Gegenverkehr könnte vermieden werden, dass viele Radfahrer oder E-Roller, auf den Gehwegen den Berg hinunterrasen und dabei Zusammenstöße mit Fußgängern provozieren. Die Neue Augsburger Rundschau hat darüber schon berichtet.

Der Stadtrat will und die Verwaltung muss liefern


Dass fast alle Augsburger Parteien im Stadtrat die Dringlichkeit eingesehen haben, ist ein starkes Signal an die Augsburger Bürger. Doch eine Einsicht allein rettet keine Leben. Gefordert werden jetzt Taten:

* Tempo 30 sofort: Die rechtlichen Weichen über den Lärmschutz müssen ohne weitere Verzögerung gestellt werden.

* Infrastruktur für Menschen, nicht nur für Blech: Die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung wird fraktionsübergreifend als Schlüssel gesehen, um den Rennstrecken-Charakter dauerhaft zu brechen.

* Sicherheit für die Kinder: Zebrastreifen und Verkehrsinseln, besonders auf Höhe der Nibelungenstraße, müssen Priorität vor Haushaltsdebatten haben.

Die 100.000 Euro für die notwendigen Gutachten dürfen in einer Stadt wie Augsburg kein Hindernis darstellen, wenn sich die gesamte gewählte Stadtvertretung einig ist.

Es ist höchste Zeit, dass die Augsburger Bauverwaltung den klaren Willen des Stadtrats und die berechtigten Ängste der Anwohner endlich in Taten umsetzt. Der Klinkerberg darf nicht länger das Mahnmal einer zögerlichen Verwaltung bleiben, Punkt.


Unser Kommentar: Ein Viertel hält den Atem an. Wo einst das Herz eines schönen parkartigen Augsburger Bürger-Quartiers schlug, regiert heute der massenhafte Autoverkehr mit LKWs und Bussen. Ein Stück Seele der Stadt wurde bis jetzt verspielt und die Zeit für eine positive Verbesserung für die Bürger in dieser Gegen läuft unaufhaltsam ab.

Es geht hier nicht gegen die Autos. Es geht hier um ein Wohnviertel mit Familien und ihren Kindern. Es geht um Schüler, die einen sicheren Schulweg benötigen. Das gilt genauso für die Besucher des Curt-Frenzel-Eisstadions und des Plärrers. Der Autoverkehr lässt sicher so regeln, dass hier beide Seiten davon profitieren. Es existiert ja sogar die Möglichkeit einer ziemlich unbekannte Verkehrsspur über die Straße Gesundbrunnen hoch, die eine doppelspurige Einbahnstraße unnötig macht. Wir sind sicher, die Vorfreude ist bei den Bürgern dieses großen Wohnviertels sehr groß.

Dieses große Wohnviertel in Augsburg soll wieder voll lebenswert werden.

Das müsste mit dem Einsatz von Herz und Hirn doch klappen, oder?

Schlimmer Unfall am Klinkerberg.



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