BALL IM NETZ


„Die heimische Ungeschlagenserie vom FC Augsburg wurde vom VfB Stuttgart beendet. Die erste Hälfte gehörte dem VfB, während in der zweiten Hälfte Augsburg stärker wurde.“ (Fussballdaten.de)



„Ein Klassenunterschied am Lech. Der VfB überrollte Augsburg in einer einseitigen ersten Halbzeit. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause war für die Gastgeber gegen abgeklärte Stuttgarter nichts zu holen.“ (SZ)

Schwaben-Derby mit bitterem Beigeschmack:
FCA geht gegen VfB baden
In der Helmut-Haller-Stadt Augsburg herrschte am Sonntag, 22.03.2026, eigentlich beste Stimmung. bis der VfB Stuttgart die WWK Arena betrat. Was als sportliches Highlight geplant war, entwickelte sich für die Elf von Manuel Baum schnell zu einer Lehrstunde in Sachen Effizienz. Während die Fans noch an ihrer Bratwurst knabberten, zeigte die Anzeigetafel bereits eine Dominanz der Gäste, die man sonst nur vom Stuttgarter Schlossplatz kennt.
Trotz der akribischen Vorbereitung durch Manuel Baum schaffte es die Augsburger Defensive nicht, den Wirbelwind Deniz Undav zu bändigen, wobei der Nationalstürmer durch den Strafraum spazierte, als gäbe es dort keine Hausordnung. Jeffrey Gouweleeuw und Mads Pedersen versuchten zwar die Ordnung wiederherzustellen, doch gegen die präzisen Zuspiele von Chris Führich wirkten ihre Bemühungen oft glücklos. Kevin Schlotterbeck und Kristijan Jakic kämpften im Zentrum um jeden Grashalm, konnten allerdings den frühen Rückstand nicht verhindern.
Deniz Undav agierte wie ein Feinschmecker im Strafraum. Er nutzte die Augsburger Orientierungslosigkeit, um sich mit einem Doppelpack in die Herzen der mitgereisten Fans zu schießen. Jeffrey Gouweleeuw und seine Abwehrkollegen beim FCA wirkten zeitweise, als hätten sie die falsche Abzweigung auf der B17 genommen. Auch Mads Pedersen und Kevin Schlotterbeck mühten sich redlich, doch gegen die Spielfreude von Chris Führich und Enzo Millot war an diesem Sonntag kein Kraut gewachsen. Kristijan Jakic versuchte im Mittelfeld zwar die Löcher zu stopfen. aber es waren schlicht zu viele.
Ein kleiner Lichtblick für Augsburg war der Treffer von Fabian Rieder. Der Schweizer Nationalspieler bewies gegen seinen Ex-Klub Klasse. was jedoch angesichts des Stuttgarter Offensiv-Feuerwerks nur als dekorative Ergebniskosmetik durchging. Phillip Tietz rieb sich vorne auf, blieb aber gegen die kompakte Defensive um Jeff Chabot meist zweiter Sieger.Nachdem die Augsburger bereits mit 0:3 zur Pause und 1:4 nach knapp einer Stunde zurückgelegen hatten, bewies der zur zweiten Halbzeit für Elvis Rexhbecaj eingewechselte Kade seinen Torinstinkt. Die Entstehung dieses Tors: Dimitrios Giannoulis schlug eine scharfe Flanke aus dem linken Halbfeld in den Stuttgarter Strafraum. Kristijan Jakić nahm den Ball geschickt mit der Brust mit und spitzelte ihn gegen den herauseilenden VfB-Keeper Alexander Nübel. Der Abschluss: Nübel konnte den Ball zwar blocken, blieb dabei aber am Boden liegen. Anton Kade schaltete am schnellsten, lauerte auf den Abpraller und staubte aus halblinker Position eiskalt ins leere Tor ab.
Obwohl dieses Tor in der 71. Minute noch einmal für eine kurze Drangphase des FCAsorgte, machte der Ex-Augsburger Ermedin Demirović kurz vor Schluss (83.) alle Hoffnungen auf eine späte Aufholjagd zunichte.
Torhüter Nediljko Labrovic verhinderte mit einigen Paraden ein noch größeres Debakel. während Alexander Nübel auf der Gegenseite einen relativ entspannten Vorabend genoss. Am Ende stand ein 2:5. das zeigt. dass in Augsburg defensiv noch reichlich Luft nach oben ist.
Ein kurzes Aufbäumen des FCA im Augsburg gelang durch Fabian Rieder, dessen Treffer die Hoffnung in der Arena kurzzeitig wiederbelebte, während Phillip Tietz und Ermedin Demirovic sich in vorderster Front aufrieben, aber gegen den Stuttgarter Abwehrriegel um Jeff Chabot kaum eine Lücke fanden. Wobei FCA-Torhüter Nediljko Labrovic mit sehenswerten Paraden Schlimmeres verhinderte, während Manuel Baum an der Seitenlinie sichtlich mit der Chancenverwertung haderte, was am Ende zu einem deutlichen 2:5 führte. Das zeigt, dass der Weg für den FCA auch unter Baum in dieser Saison noch steinig bleibt.





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