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| Wahlsieger und neuer Oberbürgermeister ab 4. Mai 2026 in Augsburg: Florian Freund von der SPD. |
In Berlin kommen SPD-Oberbürgermeister, Ministerpräsidenten und die Parteiführung zum Spitzentreffen zusammen. Erstmals mit der kommunalen Ebene als gleichberechtigtem Gesprächspartner. Dr. Florian Freund, der am Sonntag in Augsburg nach 18 Jahren die CSU aus dem Rathaus gedrängt hat, ist im Podcast zu Gast. Sein Rat an die Bundespartei: Die SPD sei immer dann erfolgreich gewesen, wenn sie ein glaubwürdiges Bild davon gehabt habe, wo sie mit der Gesellschaft hin wolle. Kein Links-rechts-Schaulaufen, sondern eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie eine sozialdemokratische Gesellschaft in zehn oder zwanzig Jahren aussehe.
Hier ist der Podcast mit Florian Freund zu hören.
Auch Deutschlands größte Tageszeitung schreibt über den unglaublichen Erfolg von Florian Freund.
Bild meldet aus Augsburg: Infrastruktur muss stimmen! Florian Freund (47) hat für die SPD die Amtsinhaberin Eva Weber (48, CSU) in Augsburg geschlagen. „Wir haben Infrastruktur angesprochen wie den öffentlichen Nahverkehr und die Verbesserung der Sauberkeit der Schultoiletten.“ Beides liege in der Stadt seit Jahren im Argen. „Mein erstes Ziel ist es, wieder einen Fünf-Minuten-Takt für die Straßenbahn einzuführen“, sagt Freund. Die Bürger müssten erleben können, dass Infrastruktur funktioniert. Bei Diskussionen im Wahlkampf fiel ihm auf: „Bürger finden die konsequente Haltung der SPD zur 40-Stunden-Woche gut. Für die Pläne bei Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer fehlte ihnen aber das Verständnis.“
Der rote Teppich wird ausgerollt:
Freunds Triumphzug ins Rathaus
Das politische Beben in der Schwabenmetropole Augsburg hallt noch immer durch die Gassen der Altstadt. Nach 18 Jahren christsozialer Regentschaft weht bald ein frischer, roter Wind durch die prunkvollen Flure des Rathauses. In der vergangenen Woche drehte sich in der lokalen Berichterstattung alles um den Mann, der die politische Statik der Stadt ordentlich ins Wanken gebracht hat: Dr. Florian Freund.
Wahlsieg mit Knalleffekt
Am Sonntag, dem 22. März 2026, vollzog sich das, was viele Beobachter im Vorfeld als »sportliche Herausforderung« abgetan hatten. Freund sicherte sich in der Stichwahl satte 56,58 Prozent der Stimmen und verwies die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber mit 43,42 Prozent auf den zweiten Platz. Der Wahlausschuss hat dieses Ergebnis am Dienstag, dem 24. März 2026, amtlich bestätigt.
Zitate, von Freund, die aufhorchen lassen
Der künftige Augsburger Rathauschef Florian Freund sparte in den ersten Interviews nach seinem Sieg nicht mit klaren Ansagen und einer Prise seines gewohnten Selbstbewusstseins. Hier ein Best-of der letzten Tage:
Zur politischen Strategie: Freund möchte die »Wagenburg-Mentalität« beenden und künftig »über Fraktionsgrenzen hinweg« arbeiten. Sein Credo: »Augsburg muss sich wieder daran gewöhnen, dass wir Projekte auch können.«
Zum Thema Wirtschaft: Freund will das Thema zur »Chefsache« machen, denn wenn Industriearbeitsplätze wegfallen, verliere man nicht nur Jobs, sondern »hunderte Millionen Euro Kaufkraft für diese Stadt.«
Sein Konter auf Kritik an seiner Wortwahl: Wer sich wegen des Begriffs »Gurkentruppe« wie eine »Mimose« zurückziehe, entspreche nicht seiner Vorstellung von politischem Diskurs.
Was nun folgt
Offiziell wird Eva Weber die Geschäfte als OBin noch bis zum 30. April 2026 weiterführen. Der große Tag für Florian Freund folgt dann am Montag, dem 4. Mai 2026, wenn er im Rahmen der konstituierenden Sitzung offiziell vereidigt wird. Bis dahin darf er schon mal Maß für den Stuhl im Goldenen Saal nehmen.

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