Säge-Stopp an Augsburger Mühlstraße: Gögginger Pappel-Pakt hält vorerst!


In der Schwabenmetropole Augsburg herrscht beim Thema Stadtgrün dicke Luft, zumindest im Süden von Göggingen. Die Hessing-Stiftung wollte den restlichen 20 Riesen-Pappeln an der Mühlstraße eigentlich schon längst mit der Kettensäge zu Leibe rücken, aber Pustekuchen. Nach einer juristischen Ehrenrunde hat die Stadt Augsburg das Ganze vorerst auf Eis gelegt. Die bisherige Fällgenehmigung reicht rechtlich hinten und vorne nicht aus.

Die Bürgerinitiative „Erhalt der Pappeln am Mühlholz in Göggingen“ feiert diesen Etappensieg ordentlich. Die Truppe um Stephan Meyer und Bernhard Dußmann kämpft schon seit Jahren für die grünen Giganten. Meyer stellt klar, dass es sich hier "nicht um morsche Stämme" handelt, sondern um „nicht zu ersetzende Sauerstoffspender“. Er kritisiert die Strategie der Stiftung scharf und bezeichnet das Ganze als „billigste Lösung“, um sich die Kosten für die Baumpflege zu sparen. Romana Mann von der Initiative ergänzt dazu, dass eine „mickrige Streuobstwiese“ die ökologische Leistung dieser Prachtexemplare „in 100 Jahren nicht ersetzen“ könne.

Sogar Oberbürgermeisterin Eva Weber hat sich eingeklinkt und eine erneute, extrem gründliche Prüfung angeordnet. Hintergrund ist wohl ein versteckter Vermerk im Bebauungsplan, der die Pappelreihe eigentlich als „zu schützende Gehölzstruktur“ festschreibt. Die Hessing-Stiftung schaut derweil erst mal in die Röhre und prüft ihrerseits, wie sie aus der Nummer wieder rauskommt. Sprecher Ralf Beunink betont zwar weiterhin Sicherheitsbedenken wegen herabfallender Äste, muss aber akzeptieren, dass bis zum Abschluss der rechtlichen Prüfung keine einzige Säge mehr angerührt wird.

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