Der große Theater-Prozess kommt ... Wie geht das für den neuen OB Florian Freund aus?

 

Des einen Leid, des anderen Freud?

Kann der neue Augsburger OB Florian Freund
das Erbe der Theater-Trümmer ins Positive drehen?

Endlich weht ein frischer Wind durch die Schwabenmetropole Augsburg. Während die ehemalige Oberbürgermeisterin Eva Weber und ihr treuer Baureferent Steffen Kercher jahrelang versuchten, das Staatstheater-Debakel mit der Grazie eines Elefanten im Porzellanladen zu moderieren, darf nun Florian Freund die Scherben aufkehren. Und was für prachtvolle, teure Scherben das sind!

Bald beginnt am Landgericht München das große Finale eines bizarren Schauspiels. Es geht um den Prozess gegen das gekündigte Architekturbüro Achatz. Ein Verfahren, das für den neuen Oberbürgermeister Florian Freund nicht etwa eine Last, sondern ein wahrer politischer Glücksfall ist.

Die Kunst des teuren Nichtstuns

Man muss es Eva Weber und ihrem Bau-Referenten Steffen Kercher erst einmal nachmachen. Wegen eines läppischen Kleingeld-Streits im fünfstelligen Bereich, bei einer 417-Millionen-Sanierung quasi das Porto für Einladungskarten, zettelte man eine Eskalation an, die ihresgleichen sucht. Kercher verwandelte eine schlichte Behinderungsanzeige in eine „Arbeitsverweigerung“. Die Folge war eine fristlose Kündigung, die nun wie ein Bumerang mit Lichtgeschwindigkeit zurückkommt.

Sollte das Gericht die Kündigung als rechtswidrig einstufen, wofür Experten bereits die Sektkorken knallen lassen, zahlt die Schwabenmetropole Augsburg bis zu fünf Millionen Euro Resthonorar. Das Schöne daran: Wir zahlen Millionen für exakt null Gegenleistung. Kein Planstrich, kein Stein auf dem anderen. Ein Geniestreich der alten Stadtführung, der Florian Freund nun die perfekte Steilvorlage liefert, um im Rathaus einmal ordentlich durchzulüften.

Der „Goldene Handschlag“ als politischer Befreiungsschlag

Für Florian Freund ist dieser Prozess die lang ersehnte Legitimation, das personelle Altlasten-Depot im Baureferat aufzulösen. Während Steffen Kercher wohl dachte, er könne bis 2029 gemütlich weiter dilettieren, bereitet das Urteil im Mai 2026 den Boden für eine Neujustierung.

Ein belastendes Urteil wäre der ultimative Beweis für die grobe Fahrlässigkeit der Ära Weber. Freund kann den Referenten nun entweder politisch kaltstellen oder ihm den „Goldenen Handschlag“ anbieten. Eine vorzeitige Trennung gegen Abfindung wäre zwar teuer, aber immer noch günstiger als weitere Jahre unter dieser Bauleitung.

Ausblick auf eine neue Ära

Der Mai 2026 wird zum Monat der Wahrheit. Florian Freund steht bereit, die Trümmer der Vergangenheit wegzuräumen und die Schwabenmetropole Augsburg endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Dass er dabei das Chaos seiner Vorgängerin als Sprungbrett nutzt, ist nicht nur legitim, sondern angesichts der Faktenlage geradezu ein Akt der politischen Notwehr.

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