Kein Raum in Augsburg für rechtsradikale Kaderschmieden!

Gefährliches Juze unterm Deckmantel der Demokratie?


Augsburger Jugendorganisationen warnen vor dem Alternativen Jugendzentrum!

Die Augsburger Jugendorganisationen GRÜNE JUGEND, Linksjugend ['solid], sowie die JUSOS verurteilen mit einer Mitteilung an uns "den Schritt der Gründung eines vermeintlich alternativen Jugendzentrums aufs Schärfste. Unter dem Deckmantel der Demokratieförderung und des politischen Diskurses entsteht eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene mit rechtsradikalen Gesinnungen. Solche Orte dürfen in einer offenen und toleranten Gesellschaft keinerlei Akzeptanz erfahren und müssen klar boykottiert werden!"

Weiterhin lassen sie uns wissen: "Mindestens genauso besorgt sind wir über die personelle Zusammensetzung des Vereinsvorstands, bestehend aus drei teils sehr Aktiven AFD-Zugehörigen. „Wer ein ‘Jugendzentrum‘ gründet, um junge Menschen zu erreichen, und dabei einem verurteilten Vergewaltiger eine Vorstandsrolle gibt, hat das Schutzbedürfnis von Jugendlichen schlicht nicht verstanden - oder ignoriert es bewusst. Dass der Betroffene seine Vorstrafe selbst als „an sich kein Problem“ bezeichnet, macht es nicht besser.“, so Magnus Trinkwalder Sprecher der Grünen Jugend.

Eine Verbindung zwischen den Vereinsmitgliedern und der teils gesichert rechtsextremen AFD gibt auch der AFD-Landtagsabgeordnete Andreas Jurca offen zu.

Ebenso der*die Vorsitzende*r der Augsburger JUSOS Sea Altmann kritisiert den Schritt scharf: „Was hier als Jugendzentrum verkauft wird, ist in Wahrheit der Versuch, junge Menschen gezielt an rechtsextreme Ideologien heranzuführen, ohne gleich bei der Generation Deutschland zu landen. Die Akteure hinter dem Projekt sind aber direkt aus dem Umfeld der AfD, das macht deutlich, solche Strukturen sind keine harmlosen Treffpunkte, sondern gefährliche Kaderschmieden und die dürfen in Augsburg keinen Platz haben.“

Wir als demokratische Jugendorganisationen sehen uns durch diese Entwicklung noch mehr in der Pflicht jungen Menschen einen politischen und sozialen Raum, der echten demokratischen Werten unterliegt zu schaffen. Dieses Engagement müssen wir auch auf ländlichere Regionen im Umkreis ausweiten, um auch hier die Anfälligkeit für demokratieverachtende Positionen und Gesinnungen zu verhindern.

Die Augsburger Linksjugend fügt hinzu: „Bei den Demonstrationen Anfang 2024 sind in Augsburg über 30.000 Menschen gegen Rechts auf die Straße gegangen und haben gegen die AfD und ihre Ideen von Migration und „Remigration“ protestiert. Sie wollten die Stadt vor rechter Gewalt schützen.

Jetzt wollen Menschen aus derselben Szene in Augsburg ein vermeintliches Ausbildungslager für Gen-alpha Faschisten errichten. Es ist unsere Aufgabe, klare Kante zu zeigen. Damit Menschen vor rechter Gewalt sicher sein können, darf es in unserer Stadt kein Faschozentrum geben.“


Wir appellieren an die Stadtgesellschaft, alle demokratischen Parteien, insbesondere die neue Stadtregierung und die Medienhäuser in Schwaben diese rechten Auswüchse weiter scharf zu beobachten und ihre demokratischen Verpflichtungen konsequent wahrzunehmen!"



Unser Kommentar:

Ein Kuschelraum für Demokratie-Lehrlinge?

Endlich bekommt Augsburg ein Jugendzentrum, das den Begriff «Pädagogik» völlig neu interpretiert. Während andere Träger auf Sozialarbeiter setzen, vertraut man hier offenbar auf die Expertise von Vorständen mit einschlägigem Strafregister. Das ist wahre Inklusion! Ein Ort, an dem junge Menschen lernen, dass «Schutzbedürfnis» ein dehnbarer Begriff ist und politische Hygiene überbewertet wird. Ein Hoch auf diese neue «Kaderschmiede». Wer braucht schon echte Werte, wenn er eine gesichert rechtsextreme Gesinnung im Angebot hat? Ein wahres Geschenk für die Schwabenmetropole Augsburg. Oder? 

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