Die Lyrikerin Sarah Kiyanrad wurde in Stuttgart geboren. Heute lebt sie in Augsburg. Tagsüber hält sie sich meist im 16. und 17. Jahrhundert auf, nachts im Reich der Wörter.
Neben der Arbeit an den eigenen Gedichten übersetzt sie Lyrik, Kinderbücher und Romane (Farsi–Deutsch). Seit Kurzem veranstaltet sie auch Lesungen. Sie brachte Augsburger Dichterinnen und Dichter mit Museen zusammen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Langen Kunstnacht präsentiert. Seither sind neben "Dorna" mehrere kleinere Arbeiten wie der Zyklus Wintersilben und die Gedichtcollage vordeiNATUeR entstanden. Aktuell widmet sie sich der Übersetzung eines persischen Romans.
die ganze Nacht • bekritzle ich • deine stille Haut • mit allen mir bekannten Weisen • lauten Quadraten • leisen Zahlen • aus Buchstaben • und kleinsten Namen
Der aktuelle Lyrikband "Dorna" von Sarah Kiyanrad erzählt die Geschichte einer Kranichfrau. Die Harpyie durchwandelt Himmel und Hölle. Dafür muss sie weder das Jenseits besuchen noch an eine höhere Macht glauben: Es reicht ein Blick in die Vergangenheit. Neben Sternstunden erwartet sie dort ein Moment absoluter Dunkelheit. Der Moment, an dem die Kranichfrau zum ersten Mal die Augen öffnet. Im Heute beschließt sie, in ihre Geschichte einzugreifen – mit Tinte, die aus Adern fließt.
Gedichte über Kraniche und Blitze. Über körperliche Gewalt und den Geschmack von Berberitzen.
Ins Bild gesetzt von Najva Erfani.
der Kranich • thront • auf seinem Felsen • aus Unendlichkeit • belächelt • alle Zukunft • und Vergangenheit
| Die Poetin Sarah Kiyanrad. |
Wir haben diesen schönen Lyrikbank auf dem Poesie-Bücher-Tisch in der Augsburger Buchhandlung am Obstmarkt entdeckt.
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