![]() |
| Ellen Ammann mit Hund und Papagei. |
In Augsburg hat das Oberhauser Museumsstüble auf dem Gaswerkareal ein neues Zuhause gefunden. Dr. Marianne Schuber versteht es wunderbar, Menschen in einem Raum des Willkommenseins zusammenzubringen. Sie verbindet Kultur, Literatur und den Sinn für das Schöne auf eine ganz besondere Weise. Jeden Mittwoch ab 14.00 Uhr stehen die Türen offen. Nach dem gemütlichen Kaffee, pünktlich um 14.30 Uhr, präsentieren engagierte Augsburger Frauen spannende Vorträge über besondere weibliche Persönlichkeiten der Weltgeschichte.
![]() |
| Eine Idee von Ellen Ammann. |
Neulich war in diesem Museumsstüble die Rede von Ellen Ammann, die von 1870 bis 1932 lebte. Die mutige Schwedin kam einst der Liebe wegen nach Bayern. Sie war Mutter von sechs Kindern, Ehefrau von Ottmar Ammann, Heilgymnastiklehrerin, Sozialarbeiterin und profilierte Politikerin. Von 1919 bis zu ihrem Tod saß die gläubige Katholikin im Bayerischen Landtag, womit sie zu den allerersten Frauen im Parlament zählte. Wo sie Not bemerkte, handelte sie sofort. »Nicht das Außergewöhnliche, sondern das Gewöhnliche außergewöhnlich gut tun«, war ihr bleibendes Lebensmotto. darüber erzählte die Augsburgerin Lina Mann.
Alle sozialen Gründungen der Ellen Ammann wuchsen stetig und bestehen erfolgreich bis heute. Ein leuchtendes Beispiel ist die im Jahre 1909 von ihr ins Leben gerufene Soziale und Caritative Frauenschule in München. Doch Ellen Ammann wirkte nicht nur im Stillen. Am Donnerstag, dem 8. November 1923, bewies sie historische Zivilcourage. Sie war maßgeblich an der Vereitelung des Hitlerputsches beteiligt, indem sie im Hintergrund den Widerstand gegen die Nationalsozialisten mitorganisierte.
![]() |
| Lina Mann mit ihrem Buch über die Menschen in Amazonien. |
Der Bezug zur Schwabenmetropole Augsburg ist dabei eng verflochten. Ellen Ammann gründete den Katholischen Deutschen Frauenbund in Bayern, dessen Diözesanverband Augsburg noch heute am Kitzenmarkt eine tragende Säule der sozialen Arbeit darstellt.
Die Augsburger Autorin und Fotografin Lina Mann ist bekannt für ihre ausdrucksstarken Bildbände über Amazonien. Sie begreift ihre Arbeit als eine Form des lebendigen Erzählens. Ihre akribischen Recherchen bereichern das Wissen über solche historischen Frauenfiguren und bringen große Landesgeschichte direkt in unsere Stadtgemeinschaft.
Oberhauser Museumsstüble
im Gaswerk
Eingang Brechtbühne, 3. Stock, Raum 05, 86156 Augsburg
Zeit: Jeden Mittwoch, zum Beispiel am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, ab 14.00 Uhr,
Vortrag um 14.30 Uhr
Eintritt: Frei, Spenden für die Kaffeekasse sind willkommen
Informativer Link:



Kommentare
Kommentar veröffentlichen