Anna Rasehorn steigt weiter auf!

Anna Rasehorn mit ihrem zweiten Kind und dem neuen Augsburger Oberbürgermeister Florian Freund, der zu ihrer Partei gehört.


Die Augsburger Politikerin Anna Rasehorn wurde zur Bezirksvorsitzenden der schwäbischen SPD gewählt.

Wer ist Anna Rasehorn? Wie wurde sie politisch? Welche Ziele hat sie?


Anna Rasehorns Motivation für die Kommunalpolitik entsprang dem Wunsch nach echter Mitbestimmung. Wie sie in einem Interview erklärte, ärgerte sie sich in ihren Anfängen bei den Jusos über die Ignoranz der damaligen jugendpolitischen Sprecherin der Stadtratsfraktion und nutzte dies als Antrieb: „Das hat mich geärgert. Wie möchte man gute Politik für die Jugend der Stadt gestalten, wenn mich meine eigene Jugendorganisation nicht interessiert? Das wollte ich besser machen.“

Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus, bei ersten Juso-Treffen oft die einzige weibliche Person gewesen zu sein, formuliert sie zudem einen klaren Appell für mehr weibliche Teilhabe: „Frauen, traut Euch und werdet aktiv, die Gesellschaft braucht Euch!“

In ihrer politischen Arbeit legt sie großen Wert auf Vielfalt und die direkte Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Sie ist der Meinung, dass repräsentative Gremien divers aufgestellt sein müssen: „Der Gemeinderat sollte die Bandbreite der Gesellschaft abbilden, und da ist die Sicht von jungen Leuten wichtig.“. Um politische Lösungen zu finden, rät sie auch zu direktem Kontakt abseits von Wahlkämpfen: „Macht auch während der Periode Tür-zu-Tür-Besuche, die Augen vor Ort sehen viele Probleme, die man gar nicht kennen kann, oder bessere Lösungen, die den Realitäten vor Ort entsprechen.“

Unmissverständliche Haltung


In ihrer Partei wird ihre kommunalpolitische Arbeit geschätzt; so verabschiedete sich die SPD-Stadtratsfraktion anlässlich ihres Wechsels in den Landtag wohlwollend: „Wir wünschen Anna für ihre neue politische Aufgabe viel Erfolg, bedanken uns für die neun Jahre, in denen sie bei uns in der Fraktion tätig war.“

Mit dem Wechsel in den Bayerischen Landtag positioniert sich Rasehorn inhaltlich stark als Umweltexpertin und als Kämpferin gegen Rechtsextremismus. Nach dem für die SPD enttäuschenden Ausgang der Landtagswahl 2023 hob sie zunächst die Bedeutung des Zusammenhalts hervor: „Es gibt keinen erfolgreichen Wahlkampf ohne ein fantastisches Team, das ist meine feste Überzeugung.“ Angesichts des Erstarkens von rechten Parteien fordert sie zugleich eine unmissverständliche Haltung: „Die Sozialdemokratie darf und wird rechten Kräften und Anti-Demokrat:innen nicht das Feld überlassen. Denn sie ist das Bollwerk gegen Rechtsextremismus mit klarer sozialer Politik.“

Als Umweltexpertin der SPD-Landtagsfraktion vertritt sie dezidierte Positionen, beispielsweise beim umstrittenen „Wassercent“. Sie bezeichnet es als ungerechten Konstruktionsfehler, dass Privathaushalte auf den Liter genau abrechnen müssen, während bei der Industrie auf das „Prinzip Vertrauen“ gesetzt wird. Rasehorn formuliert ihre Forderung nach einer Messpflicht deutlich: „Wer unser Wasser wirklich schützen will, kommt an der Wasseruhr nicht vorbei.“


Kleine Betriebe entlasten


Dabei pocht sie auf konsequente Gerechtigkeit: „Das Prinzip sollte klar sein: Jeder zahlt für das, was er entnimmt. Und nicht für das, was er freiwillig einräumt.“. Zu hohe Freibeträge für Großunternehmen kritisiert sie scharf: „Eigentlich soll der Rabatt kleine Betrieb entlasten und nicht unnötigen Spielraum für große Unternehmen schaffen.“

Anna Rasehorn, die ein öffentlich sichtbares Büro beim Alten Stadtbad in Augsburg hat, ist in einer Vielzahl von Vereinen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aktiv, die ein breites Spektrum an Themengebieten abdecken. Zu ihren Mitgliedschaften zählen: Soziales, Gesundheit und Gewerkschaften: Sie ist Mitglied der Gewerkschaft IG-Metall, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Landespflegeverbands Augsburg. Zudem ist sie bei der DKMS engagiert. 

Rasehorn ist Teil der Europa-Union, des Bündnisses für Menschenwürde Augsburg, der Initiative Gegen Vergessen - für Demokratie, der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) sowie des Freiwilligen Zentrums Augsburg. International ist sie Mitglied im Förderverein Willy-Brandt-Center in Jerusalem.
Das Büro von Anna Rasehorn.



Vorbereitung von Wahlen


Anna Rasehorn verfolgt in ihrer Arbeit im Landesvorstand der BayernSPD eine Reihe von innerparteilichen, strukturellen sowie inhaltlichen Zielen:
Innerparteiliche und organisatorische Ziele:Nachwuchsförderung: Sie legt großen Wert auf die Förderung, Bildung und langfristige Bindung junger Mitglieder an die SPD.Stärkung der Parteistrukturen. Sie möchte sogenannte „weiße Flecken“ bekämpfen und Räume unterstützen, in denen die SPD strukturell schwächer aufgestellt ist.

Sie sieht sich in ihrer Funktion als wichtiges Bindeglied zwischen der Landesebene, dem SPD-Bezirk Schwaben und der Jugendorganisation Jusos.Wahlkampf: Ein weiterer zentraler Fokus liegt auf der Vorbereitung von Landtags- und Bezirkswahlen.

Rasehorns fachliche Schwerpunkte im Landesvorstand umfassen Soziales, Jugend- und Altenhilfe, die öffentliche Daseinsvorsorge sowie die sozial-ökologische Transformation. Diese bricht sie auf folgende konkrete Forderungen herunter:Jugend und Bildung: Sie fordert mehr Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche (insbesondere unter den Bedingungen der Corona-Pandemie) und setzt sich für eine echte BAföG-Reform ein.

Gezielte Forschung


Unter dem Leitsatz „Gesundheitspolitik ist öffentliche Daseinsvorsorge“ fordert sie, dass das System der Fallpauschalen in der Medizin abgeschafft werden muss.Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit: Rasehorn betont, dass die negativen Folgen des Klimawandels vor allem Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und finanziell schwächere Menschen treffen werden, wofür dringend politische Antworten gefunden werden müssen. Zudem befürwortet sie die gezielte Forschung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien in Bayern.

Anna Rasehorn wurde am 5. September 1991 in Augsburg geboren. Sie wuchs in Augsburg auf und besuchte das Maria-Stern-Gymnasium. Dort verfasste sie in den Jahren 2010 und 2011 im Fach Geschichte eine umfangreiche Facharbeit über das Leben des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Clemens Högg. Auf kommunaler Ebene engagiert sie sich in der Bürgeraktion Pfersee, der Freiwilligen Feuerwehr Pfersee und in der ARGE Oberhausen.

Sie ist Mitglied im Deutschen Alpenverein sowie bei ihren Lieblings-Sportvereinen, dem FCA (FC Augsburg) und den German Seahawks (einem Fanclub des American-Football-Teams Seattle Seahawks). Darüber hinaus ist sie selbstverständlich Mitglied ihrer Partei, der SPD, sowie in deren Jugendorganisation, den Jusos, in die sie beide im Jahr 2009 eingetreten ist.
Vater Eckhard Rasehorn und Ehefrau Ulrike Bahr. Eine Meldung in den sozialen Medien zur Hochzeit.


Als Altenpflegerin tätig


Anna Rasehorns beruflicher Werdegang vor ihrer Zeit als hauptberufliche Politikerin ist von einer praktischen Tätigkeit in der Pflege sowie einem anschließenden Universitätsstudium geprägt: Ausbildung und Tätigkeit in der Pflege: Bereits während sie ihr Abitur machte, absolvierte sie in einem Abendkurs die Ausbildung zur Altenpflegehelferin. Im Anschluss an diese Ausbildung arbeitete sie fünf Jahre lang in einer geronto-psychiatrischen Wohngruppe. Vor ihrem Einzug in den Bayerischen Landtag war sie zuletzt als Altenpflegerin bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Augsburg beschäftigt. Ihr Vater, Eckhard Rasehorn, verheiratet mit der SPD-Politikern Ulrike Bahr, war früher Geschäftsführer für die Bereiche Altenhilfe und Projektentwicklung, Pflege- und Betreuungsmanagement der AWO Augsburg.

Später nahm Anna Rasehorn ein Studium der Rechtswissenschaften (Jura) an der Universität Augsburg auf. In diesem Studiengang legte sie ihren fachlichen Schwerpunkt auf das Umwelt- und Wirtschaftsregulierungsrecht. Sie unterbrach das Studium jedoch im Zusammenhang mit der Geburt ihres ersten Sohnes.

In ihrer Freizeit geht Anna Rasehorn gerne wandern und Ski fahren. Zu ihren weiteren Hobbys zählen das Lesen sowie das Spielen an der Playstation. Außerdem ist sie sportbegeistert und feuert in ihrer freien Zeit gerne ihre Lieblingsvereine, den FC Augsburg und die Seattle Seahawks, an.

Anna Rasehorn aus Augsburg vor dem Bayerischen Landtag in München.


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