Brauerei Kühbach erobert Augsburger Lokale!



In letzter Zeit war die Brauerei Kühbach aus dem Wittelsbacher Land stark im Gespräch durch die Insolvenz der Thalia-Kinos, was auch das Kaffeehaus Thalia betraf. Umberto Freiherr von Beck-Peccoz tauchte hierbei als Netzwerker auf. Er vermittelte wohl Roberto Ravalli, den Inhaber des Ristorante "La Piazza da Roberto" im Augsburger Stadtteil Pfersee in das Kaffeehaus Thalia in der Augsburger Innenstadt. Zuerst wurde davon gesprochen, dass alles so bleibt, samt Personal, dann wurde plötzlich ein Ristorante daraus. Es nennt sich nun "RistoKaffeehaus". Aus dem vollen Kaffeehaus ist nun ein leeres Lokal geworden. Die früheren Gäste bleiben enttäuscht aus. Dies dürfte sicher nicht im Sinne des Erfinders dieser Verbindung sein, der schließlich möglichst viel Bier und andere Getränke aus seiner Brauerei verkaufen will. Vielleicht kann durch den Ausschank von Getränken beim Open Air Kino im Augsburger Familienbad, in Zusammenarbeit mit den neuen Kinobetreibern, etwas mehr Umsatz gemacht werden.

Unternehmerisches Geschick

Die Brauerei Kühbach hat sich in letzter Zeit in Augsburg ordentlich ins Zeug gelegt. Während andere Brauereien vielleicht noch über das nächste Etikett grübeln, tritt die Brauerei aus dem Wittelsbacher Land bei uns in Augsburg mittlerweile fast so auf, als gehörten ihr die Zapfhähne der Stadt schon zur Hälfte. Besonders bemerkenswert ist, wie Freiherr Umberto von Beck-Peccoz mit seiner charmanten Hartnäckigkeit und einem ganzen Koffer voller Know-how durch die Gastronomie-Szene tourt.

​Ob es um das Comeback von Traditionslokalen wie dem Kaffeehaus Thalia geht, wo die Brauerei als Pächterin die Fäden zieht, oder um die Unterstützung von Wirten in der Region: Die Kühbacher fungieren hier nicht einfach nur als Lieferant von flüssigem Gold. Vielmehr präsentieren sie sich als Partner, die auch mal juristisch unter die Arme greifen oder mit unternehmerischem Geschick aushelfen. Es scheint, als habe man in Kühbach verstanden, dass ein gutes Bier allein nicht reicht, um die durstigen Augsburger glücklich zu machen. Man braucht eben auch ein Konzept, das sitzt. So wird aus einem einfachen Fass Anstich eine ganze Strategie, um in Augsburg Fuß zu fassen. 

Kaiserin Sisi-Schorle aus Kühbach ohne Zuckerzusatz optimal süß.


Nachdem in Augsburg auch die Hasenbrauerei an einen Konzern verkauft wurde, die Brauerei Augusta  aufgab und sich in letzter Zeit auch Thorbräu zurückzieht, wird der Augsburger Biermarkt von Münchner Brauereien wie Augustiner oder von der Brauerei in Ustersbach nach und nach erobert. Augustiner ist schon bis in den Augsburger Stadtmarkt vorgedrungen. Während es bei Ustersbach in letzter Zeit einen Expansions-Stopp zu geben scheint, ist Kühbach voll aktiv. Inzwischen gehörem Umberto Freiherr von Beck-Peccoz und seine Gattin Gwendolyn Freifrau von Beck-Peccoz schon zur Augsburger Promi-Gesellschaft. Beim Augsburger Rotary Club wurde Umberto Freiherr von Beck-Peccoz zum Präsidenten. Immerhin reichen die Wurzeln der Familie Beck-Peccoz teilweise bis Augsburg zurück.

Sisi-Schorle mit Apfel-Kirsch-Holunder-Geschmack


Der Rotary Club Augsburg-Renaissancestadt feierte Ende des Jahres 2025 sein 20. Jubiläum. Zu diesem festlichen Anlass lud Umberto Freiherr von Beck-Peccoz in seiner Funktion als neuer amtierender Clubpräsident zu einer feierlichen Gala im frisch renovierten "Bootshaus" am Augsburger Kuhsee ein. Dieses wird ebenfalls von Bob's Gastro-Firma betrieben. Als besonderes Geschenk des Hauses brachte der Brauereichef ein eigens für diesen Anlass eingebrautes Festbier der Brauerei Kühbach mit. Mit speziellen Getränken kennt man sich in Kühbach aus. Erwähnenswert ist dabei die Sisi-Schorle. Dabei handelt es sich um eine Apfel-Kirsch-Holunder-Schorle, die zu Ehren der Kaiserin kreiert wurde, da die Familie von Beck-Peccoz das Schlossgut Kühbach im Jahr 1862 von Sisis Familie erworben hatte. Auf Tradition wird in dieser Brauereifamilie viel Wert gelegt.

Das Gasthaus "Flosslände" ist ein Vorzeigeprojekt der Brauerei Kühbach.


Die Kühbacher Brauerei, die rund 33 Kilometer im Osten von Augsburg liegt, näherte sich seit einigen Jahren von Lechhausen her der Augsburger Innenstadt. Ein besonderes Bauwerk errichtete Kühbach am Lech im sogenannten Flößerpark. Dort wurde direkt an den Fluss aus den Alpen ein modernes Lokal gebaut, das den Namen "Floßlände" erhielt.  Dies betreibt Bob's Gastro-Firma, die auch bei anderen Objekten mit Kühbach zusammenarbeitet. Und weil Bob's Gastro-Betriebe auch viel mit Thorbräu von Max Kuhnle zusammenarbeiten ergab sich natürlich automatisch ein Kontakt. Dieser führte inzwischen dazu, dass die Brauerei Kühbach auch die Biere von Thorbräu abfüllt. Weitere Augsburger Lokale wie das über die Pizzeria "Il Tramonto", die "Trattoria Alesa", das Gasthaus "Frau Huber", das "Ryu Streetfood", das "Il Giardino da Peppino" im Kegelzentrum, das "Coco", das "La Boheme" und sogar die "Schloßgaststätte Wellenburg" an der westlichen Stadtgrenze von Augsburg werden inzwischen von der Brauerei in Kühbach beliefert. 

Aus der Brauerei Kühbach kam die bayerische Bier-Königin Lea Klee.


Massive Investitionen in die Modernisierung

Ein zentrales Ereignis fand im Mai 2024, statt. Die Brauerei Kühbach übernahm offiziell den Geschäftsbetrieb der insolventen Brauerei Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Durch diesen Schritt wurde die traditionsreiche Bierherstellung vor Ort gesichert, sodass der bekannte «Räuber Kneißl» weiterhin in seiner Heimatheimat gebraut werden kann. Kühbach expandierte damit erfolgreich weiter. Durch den stark gestiegenen Gesamtausstoß, der die Marke von 80.000 Hektolitern Bier überschritt, stieß die Produktion an ihre Grenzen. Im April 2025 wurde die umfassende Erweiterung der technischen Anlagen bei der Brauerei Kühbach abgeschlossen. Das Unternehmen  investierte erhebliche Mittel in eine neue Füllerei sowie in zusätzliche Lager und Gärtanks, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Generationenwechsel und tiefe Verwurzelung. Die Werte-Chronik hinter dem Kühbacher Gerstensaft

Die Erfolgsgeschichte der Brauerei Kühbach ist untrennbar mit den persönlichen Lebenswegen und der tiefen sozialen Überzeugung der Familie von Beck,Peccoz verbunden. Ein Blick in die Familienchronik offenbart, wie historische Meilensteine und traditionelle Werte den heutigen Vorzeigebetrieb im Wittelsbacher Land formten. Ein neues Kapitel der Brauereigeschichte schlug Federico Freiherr von Beck-Peccoz auf, der im Jahr 1969 die Genueser Betriebswirtin und leidenschaftliche Dichterin Maria Luisa Spanò heiratete. So ist es kein Wunder, dass auch heute starke Verbindungen nach Italien bestehen. Und zu italienischen Wirten. Aus dieser Verbindung gingen die drei Kinder Umberto, Ada und Filippo hervor. Mit Federico Freiherr von Beck-Peccoz hielt ein zutiefst menschlicher Führungsstil Einzug im Unternehmen. Getragen von der festen Überzeugung, dass Eigentum eine Verpflichtung zur Wohltätigkeit in sich trägt, stand für ihn das Wohl des Nächsten immer auf einer Stufe mit den familiären Interessen. Diese soziale Grundhaltung prägt das Verhältnis zu den Mitarbeitern, den Kunden, der Marktgemeinde Kühbach und der gesamten Region um Augsburg bis zum heutigen Tage. Es herrscht eine außergewöhnlich herzliche Atmosphäre. Auch technologisch stellte er die Weichen für die Zukunft. In den 1970er Jahren wurde die Brauerei umfassend modernisiert und zu einem technologischen Musterbetrieb ausgebaut.

Die Brauereifamilie Beck-Peccoz mit den Söhnen, die ab und zu 
bei diversen Gastro-Feiern in Augsburg dabei sind.


Stabwechsel an die nächste Generation

Nachdem sein Sohn Umberto ihm bereits über ein Jahrzehnt tatkräftig in der Geschäftsführung zur Seite gestanden hatte, vollzog sich in den Jahren zwischen 2008 und 2012 der planmäßige Generationswechsel. Federico übergab die Leitung der Brauerei vollständig an die nächste Generation Der ausgebildete Jurist und Rechtsanwalt Umberto Freiherr von Beck-Peccoz führt das Erbe seither im Sinne seines Vaters fort. Unterstützt wird der Baron in der operativen Geschäftsleitung von seiner Ehefrau Gwendolyn, die als diplomierte Betriebswirtin ihr Fachwissen einbringt. Gemeinsam lenken sie die Geschicke der Brauerei getreu den jahrhundertealten Werten der Familie. Die Zukunft des Betriebs steht dabei ebenfalls im Fokus. Es bleibt die berechtigte Hoffnung, dass mit den Söhnen Cedric oder Amédée die nächste Generation in die großen Fußstapfen treten wird.

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