Die Neue Augsburger Rundschau zeichnet den Theaterregisseur und Rezitator Stefan Schön als Künstler des Monats August 2026 aus. Für seine gelungene Literatur-Reihe "Brecht und Konsorten." Besonders seine tiefgründige, meisterhafte Interpretation von Bertolt Brechts Lyrik am 14. August 2026 im Augsburger Brechthaus hat das Publikum spürbar bewegt und begeistert. Stefan Schön, der früher eng mit dem kulturellen Leben Augsburgs verwurzelt war und heute in
Saarbrücken lebt, ist der Stadt zwischen Lech und Wertach stets treu geblieben. Seine regelmäßigen Gastspiele führen ihn immer wieder zurück zu seinen künstlerischen Aktivitäten in Augsburg. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine tiefe intellektuelle Durchdringung literarischer Vorlagen sowie eine ausgeprägte Sensibilität für akustische und räumliche Inszenierungen aus.
Besonders in der intimistischen Atmosphäre des Brecht-Hauses zwischen den Lechkanälen entfalten seine Rezitationen in der Reihe "
Brecht und Konsorten" eine einmalige Strahlkraft. Schön liest
Brecht nicht bloß, er erweckt dessen Sprache mit feiner Nuancierung, rhythmischer Präzision und dramatischer Schärfe zum Leben. Zum
70. Todestag des großen Augsburger Dichters am 14. August 2026 bewies Schön erneut, dass er zu den profundesten Kennern und eindringlichsten Interpreten dieses Werkes zählt. Die Veranstaltung war dermaßen erfolgreich, dass Schön noch gleich einen zweiten Lese-Abend anschließen musste.
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Ausverkaufte Veranstaltung im Brecht-Haus mit Stefan Schön bei der Lesung zu Bert Brechts 70. Todestag. |
Dass Stefan Schön trotz seines neuen Lebensmittelpunkts in Saarbrücken die Brücke nach Augsburg nie hat abgebrochen, ist ein großer Gewinn für das Augsburger Kulturleben.
Mit der Auszeichnung zum Künstler des Monats August 2026 würdigt die Neue Augsburger Rundschau sein unermüdliches, qualitativ herausragendes Wirken für das
literarische Erbe der Stadt.
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"Brecht und Konsorten" heißt die Lese-Reihe von Stefan Schön im Augsburger Geburtshaus von Bert Brecht.
Die vielseitigen künstlerischen Aktivitäten von Stefan Schön lassen sich in folgende Schwerpunkte unterteilen:
1. Rezitationen und Regiearbeit im Brecht-Haus (Augsburg) Das Geburtshaus von Bertolt Brecht (Auf dem Rain 7) ist eine zentrale Konstante in Schöns Schaffen, wo er maßgeblich die traditionsreiche Lesereihe „Brecht und Konsorten“ prägt. Zu seinen herausragenden Projekten dort gehören: Die Jürg-Amann-Freundschaft: Schön verband eine jahrzehntelange literarische und persönliche Freundschaft mit dem Schweizer Schriftsteller Jürg Amann (gestorben 2013).
Bereits 1985 inszenierte Schön dessen Kaspar-Hauser-Stück „Ach, diese Wege sind sehr dunkel“ für das Landestheater Schwaben1995 folgte eine Schweizer Erstaufführung von „Nach dem Fest“ in Zürich, und 2006 widmete Amann ihm sein „Rollstuhlstück“. Am 11. Mai 2025 präsentierte Schön im Brecht-Haus ein berührendes Soloprogramm unter dem Titel „Ach, diese Wege sind sehr dunkel“.Franz Kafka: Im November 2025 widmete sich Schön in einer Lesung den Tagebüchern und Oktavheften von Franz Kafka.Therese Giehse: Im Oktober 2024 las er aus dem Interview-Buch „Ich hab nichts zum sagen“ über die berühmte Schauspielerin und Brechts erste „Mutter Courage“.
2. Interdisziplinäre Klang-Wort-Performances mit Tom Gratza In Augsburg arbeitete Schön auch eng mit dem Pianisten und Komponisten Tom Gratza zusammen, um die akustischen Dimensionen von Literatur durch Live-Musik und elektronische Stimmenmodifikationen zu erweitern. Bedeutende gemeinsame Meilensteine waren: Die Text-Klang-Performance zu Jean Pauls Geburtstag (Oktober 2013) in der Stadtbücherei Augsburg. Das Projekt „Thomas Mann in Augsburg“ im Capitol am Moritzplatz. Thomas-Bernhard-Abende (2009/2010) in Augsburg und Saarbrücken sowie Auftritte in einem Biergarten der Jakober Vorstadt in Augsburger . (2010).
Ich kann mich an eine lebendige und Lesung von Stefan schön in einer Kneipe im Augsburger Brecht-Viertel Bleich erinnern. Oder in der Augsburger Kahnfahrt. Immer wieder hat er ungewöhnliche Orte aufgesucht. Stefan Schöns Schaffen ist untrennbar mit der Vermittlung lokaler Historie und der Pflege der Gedächtniskultur verbunden. Er nutzt das Medium des Klangs und des Wortes, um Geschichte lebendig zu halten und einem zeitgenössischen Publikum zu erschließen.
Fotos: Tom Gratza Bericht: Arno Loeb
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