Bravo! Bühnenmagie begeistert im «LebensZirkus» von Mom Bee! Wiederholung gewünscht!


Die umjubelte Raubkatzen-Nummer.



In ihrer aktuellen Revue «LebensZirkus» zieht die fantastische Augsburger Künstlerin Mom Bee mit ihrem Zirkus-Team alle Register des großen Varietés und begeistert nicht nur stimmlich, sondern auch visuell auf höchstem Niveau. 


Der Vorhang hebt sich: Magische Spieluhr und lebendiges Gepäck


Schon beim Betreten des Kulturhauses Abraxas in der Schwabenmetropole Augsburg verhieß der blau erleuchtete Eingangsbereich eine ganz besondere Theateratmosphäre. Mit ihrer aktuellen Musik-Revue «LebensZirkus» verwandelte die vielseitige Künstlerin Mom Bee die Bühne des Hauses in ein facettenreiches, hochgradig professionelles Gesamtkunstwerk.

Beim Betreten des Theaters im Abraxas zum "LebensZirkus".


Das Publikum erlebte eine schwungvolle Show, die Varieté-Tradition, moderne Tanzkunst, mitreißenden Gesang und kritische Gesellschaftsbetrachtung meisterhaft miteinander verwebte. Wie viel Leidenschaft, Hingabe und humorvoller Geist in dieser aufwendigen Produktion stecken, zeigte sich bereits bei den intensiven Vorbereitungen im Augsburger DanceCenter No. 1, wo das gesamte Ensemble mit roten Clownsnasen und bester Laune den Feinschliff für die Revue erarbeitete.

Den stimmungsvollen, fast poetischen Rahmen der Aufführung bildete eine anmutige Ballerina im rosa Tütü: Wie eine lebendige Spieluhrfigur auf einem kleinen Podest erweckte sie den Abend zum Leben und schloss am Ende sanft den Vorhang dieser bunten Traumwelt. Für feinsinnigen Humor, entspannte Entlastung und treffende Anekdoten sorgte ein sprechender, selbstständig über die Bühne fahrender Koffer, der charmante Lebensweisheiten über den Alltag als Künstler und das Dasein im ewigen Zirkus des Lebens zum Besten gab.

Mom Bee als Elvis in Las Vegas mit Akkordeon-Lady.


Gänsehaut-Garantie: Von Brecht-Poesie bis zum Rock’n’Roll-Olymp


Auch visuell wurde den Gästen im ausverkauften Theater einiges geboten: Auf der Leinwand setzten ein satirischer Werbeclip zum Thema Traumhochzeit, sowie augenzwinkernde Film-Szenen mit Mom Bee als Piratin, kreative, moderne Akzente.

Inhaltlich scheute sich die Künstlerin nicht vor ernsten Tönen. Bei ihren nachdenklichen Ausführungen über die Ausbeutung der Menschen schlug sie mit den zeitlosen Brecht-Klassikern «Mackie Messer» und der «Seeräuber-Jenny» den Bogen nach Augsburg. Diese komplexen Werke interpretierte Mom Bee mit ihrer tiefen, gewaltigen Soul-Stimme so nuanciert und ausdrucksstark, dass regelrecht Gänsehaut im Saal entstand.

Auch leichtere, mitreißende Unterhaltung perfekt beherrscht Mom Bee, das bewies sie als Rock'n'Roll-Ikone: Im glamourösen, weiß glitzernden Elvis-Overall mit funkelndem Pailletten-Cape, der charakteristischen Sonnenbrille und klassischer Tolle riss sie das Publikum mit einem mitreißenden Elvis-Song von den Stühlen und stellte einmal mehr ihre enorme stilistische Bandbreite unter Beweis.

Tänzer Hagen und die Primaballerina als faszinierende Spieluhr-Figur.

Tänzerinnen in Rot.

Training für den "LebensZirkus" im DanceCenter No 1.

Zirkus-Direktorin Mom Bee und ihr sprechender Koffer.

Rote Clownsnasen und Fröhlichkeits-Kugeln: Der Saal wird zur Manege


Ein absolutes Highlight der Publikumsinteraktion war Mom Bees Auftritt im fantasievollen Kleid mit einem voluminösen Rock aus unzähligen knalligen roten «Fröhlichkeits-Kugeln». Passend zu ihrem Song über das Leben als Zirkus, der sich eben auch mitten im oft grauen Alltag abspielt, lüftete sie das Geheimnis um die geheimnisvollen Plastikbeutel mit rätselhaftem Inhalt drin, die die Besucher vorab auf ihren Sitzen vorgefunden hatten. Auf ihre Einladung hin setzten sich die Zuschauer die enthaltenen roten Schaumstoffbälle als Clownsnasen auf, was im Saal für kollektives Schmunzeln und die augenblickliche Verwandlung aller Anwesenden in aktive Mitwirkende sorgte.

Geschmeidige Raubkatzen und spritziger Ballerinen-Zauber


Das spielfreudige Tanzensemble vom Augsburger DanceCenter No. 1 überzeugte durch enorme Vielseitigkeit und technische Präzision, ein Verdienst der herausragenden Arbeit von Choreograph Istvan Nemeth in enger Zusammenarbeit mit Ballettmeister Georgi Ivanov.

Der junge Tänzer Hagen begeisterte im feuerroten Frack mit goldenen Epauletten und schwarzer Melone durch seine enorme Körperbeherrschung und eine ausdrucksstarke, grazile Performance.
Die Tänzerinnen Antonia, Linda, Elena und Mila schlüpften mühelos in immer neue Rollen: Ob als geschmeidige Raubkatzen im Leopardenlook oder um eine bunte Harlekin-Figur herum, bei denen sie am Boden einen perfekten Spagat präsentierten, oder als köstlich inszenierte alte Damen mit Gehstock im Herbst ihres Lebens, die auf der Bühne noch einmal so richtig munter wurden und voller Lebensfreude aufblühten. 

Raubkatzen und Girl-Clown.

Silke Beckmann trägt Kästner-Gedicht vor.

Am Kontrabass: Thomas Stützel.

Am Saxophon: Florian "Schmali" Schmaler.


Virtuose Zirkuskapelle: Nostalgischer Bläsersound und tiefer Groove


Musikalisch getragen wurde das Spektakel von der exzellenten Zirkuskapelle bestehend aus Silke Beckmann, Florian Schmaler und Thomas Stützel, die für den perfekten akustischen Teppich sorgte.

Silke Beckmann glänzte am Keyboard sowie mit ausdrucksstarkem Gesang, griff zum Akkordeon und trug zudem feinfühlig ein nachdenkliches Gedicht von Erich Kästner vor, das sich bewegend mit einer erlöschenden Liebe beschäftigt.

Florian "Schmali" Schmaler verlieh dem Trio als virtuoser Saxophonist im rot-weiß gestreiften Ringelshirt und Strohhut sichtbaren Zirkus-Charme und prägte das Klangbild mit seinen warmen, nostalgischen Bläserakzenten.
 
Thomas Stützel ist im LebensZirkus für die tiefen Töne zuständig. Mit seinem Kontrabass sorgt er mit charakteristischem Schnurrbart, dunkler Weste, Melone und gestreiftem Shirt nicht nur optisch für Zirkusflair, sondern garantiert vor allem für den nötigen Groove und gibt der Musikrevue stilvolle Bodenhaftung.

Mom Bee dirigiert das Geschehen auf der Bühne.


Herzenswärme nach dem Vorhang


In einer fulminanten Abschluss-Szene versammelten sich schließlich alle Mitwirkenden in ihren farbenfrohen Kostümen auf der Bühne vor der leuchtenden «LebensZirkus»-Manege, um gemeinsam mit Mom Bee im Mittelpunkt den begeisterten Applaus des Publikums entgegenzunehmen.

Wie nahbar und berührend diese Produktion war, zeigte sich auch unmittelbar nach dem letzten Vorhang: Mom Bee und ihr gesamtes Ensemble suchten direkt das persönliche Gespräch mit den Gästen im Saal. In herzerwärmenden Momenten wie der innigen Umarmung einer Besucherin im Rollstuhl bewies die Künstlerin genau jene Publikumsnähe und Empathie, die ihren gesamten «LebensZIRKUS» so einzigartig und sympathisch macht.

Ein begeisterter Zuschauer brachte es nach der Vorstellung treffend auf den Punkt: «Diese Show bräuchte Augsburg eigentlich wöchentlich, oder zumindest monatlich, vielleicht sogar regelmäßig mit wechselnden Stargästen!»




Auf ein Wiedersehen im LebensZirkus!


Aufgrund des überwältigenden Erfolgs und des begeisterten Zuspruchs steht bereits fest: Dieser faszinierende Zirkus des Lebens von Mom Bee wird wiederholt. Weitere Aufführungen sind bereits in Planung.

P.S.: An dieser Stelle wollen wir in unserem Bericht jedoch bewusst nicht alle Szenen und Überraschungen verraten, um zukünftigen Besuchern der kommenden Show-Aufführungen das volle Erlebnis zu bewahren. Ein rundum gelungener, tiefgründiger und mitreißender Abend, der lange im Gedächtnis bleibt!

Das gesamt LebensZirkus-Team auf der Bühne.




Text: Arno Loeb
Bilder: Tom Schosser, Thomas Makkos, Arno Loeb und AI und AL

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Von Aichach in die Welt: Die Geschichte einer unverwechselbaren Stimme der Allround-Artistin Mom Bee

Ein Leben für den Gesang und die bildenden Künste: Sylvia Beyerle, die als Künstlerin unter dem Namen Mom Bee bekannt ist, hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich. Geboren im Sommer 1973 im schwäbischen Aichach, wuchs sie in einer Gegend auf, die nicht zwingend als Wiege des afrikanisch geprägten Gesangs gilt. Und doch entwickelte sich aus dieser Heimat heraus eine Lebensgeschichte, die von Tönen, Formen und Farben getragen wird.

Viel Applaus für Mom Bee.


Die frühen Jahre und der Ruf der Musik

Schon früh zog es Sylvia Beyerle auf die Bühne. Seit 1992 steht sie als Sängerin vor Publikum. Ihre Stimme, die von tiefen Empfindungen erzählt, ist im Süddeutschen ebenso zu hören wie auf internationalen Bühnen. Ob bei den Jazztagen in Hamburg oder in den prunkvollen Sälen der Wiener Hofburg – wer ihre Vorstellungen besucht, erlebt eine Mischung aus Lebensfreude und tiefem Gefühl. Bezeichnungen wie die „Stimme der Seele“ begleiten ihren Weg seit vielen Jahren.

Ihre Ausbildung zeigt jedoch auch eine bodenständige, meisterhaft praktische Seite. Mitte der Neunzigerjahre schloss sie eine Ausbildung zur staatlich geprüften Sozialbetreuerin ab. Kurze Zeit später, im Jahr 1997, studierte sie auch noch an der Mediendesign Hochschule München (MDH). Diese zweifache Grundlage – das Verständnis für den Menschen und der Blick für die Gestaltung – prägt ihr gesamtes weiteres Schaffen.

Ein Raum für die Kunst in Augsburg

Seit Ende der Neunzigerjahre ist Augsburg der Mittelpunkt ihres Schaffens. In ihrem eigenen Arbeitsraum und Treffpunkt stellt sie Kunstwerke ohne fremde Hilfe her, rein aus eigener Kraft und Erfahrung. Sie arbeitet vor allem mit Gips und Farben, formt Gestalten und bringt ihre Gedanken auf Leinwände.

Der Name Mom Bee ist dabei weit mehr als nur ein Name für die Bühne. Er verweist auf die Biene als Sinnbild für das vielseitige Leben. Der Bienenstock steht für sie als Sinnbild für das Zusammenleben der Menschen und für die verbindende Kraft, die alles zusammenhält.

Worte, Mode und Werkstatt

Das Schaffen der Künstlerin beschränkt sich nicht auf das Singen und Formgeben. Im Jahr 2007 brachte sie ein eigenes Buch heraus. Unter dem Titel „Meine Heimat Afrika“ beschrieb sie Gedanken über Herkunft, Wurzeln und das menschliche Miteinander.

Später erweiterte sie ihr Werk um ein eigenes Geschäft für Kleidung, Ziergegenstände und Handwerk. Hier verbindet sie Kleidungstücke mit ihrer eigenen Malerei und ihren gestalterischen Ideen.

Sylvia Beyerle bleibt eine tolle Erscheinung im kulturellen Leben der Region Schwaben und darüber hinaus: eine Frau, die sich in keine feste Schublade stecken lässt, sondern ihre ganz eigene Sprache in Tönen, Worten und Formen gefunden hat.