Grüne Jugend sägt mit Magnus Trinkwalder am Stuhl der Grünen-Anführerin Verena von Mutius und ihrer getreuen Runde!
Betonkopf-Pragmatismus im Augsburger Rathaus: Wenn die alten Grünen den Sozialabbau mitfeiern. Magnus Trinkwalder und die Grüne Jugend läuten die Wachablösung ein
Man muss den Veteranen der Augsburger Stadtratsfraktion rund um eine Verena von Mutius einfach Respekt zollen: So viel schauspielerisches Talent, so eine meisterhafte Beherrschung der politischen Bauchlandung muss man erst einmal hinbekommen. Schließlich hat die alte Garde der Augsburger Grünen ja Übung darin, den städtischen Haushalt an die Wand zu fahren.
Man erinnere sich nur an die katastrophale Finanzierung des Augsburger Staatstheaters, die den städtischen Etat mit schlanken rund 500 Millionen Euro nachhaltig in den finanziellen Ruin getrieben hat. Da haben die Grünen mitgestimmt. Wer also Millionenlöcher in Beton rühren kann, der schreckt eben auch vor Kürzungen beim Sozialticket nicht zurück. Mit den treuen Stimmen derselben Grünen Stadtratsfraktion hat der Augsburger Stadtrat am Donnerstag, den 29. Oktober, nun den Nachtragshaushalt 2026 der Stadtregierung beschlossen. Ein Meisterwerk der politischen Akrobatik, oder wie die Grüne Jugend Augsburg es nennt: ein kompletter moralischer Offenbarungseid.
Eisern abgesetzt
Die Stadtregierung beweist echtes Feingefühl und kürzt traditionell dort, wo es am wenigsten wehtut, also da, wo die Menschen ohnehin schon auf dem Zahnfleisch gehen. Das Sozialticket bleibt eisern ausgesetzt.
Wer Bürgergeld, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht, darf ab sofort stolze 19 Euro mehr im Monat für das Deutschlandticket berappen oder den Fußbus nehmen. Auch in der Kinder- und Jugendhilfe wird der Rotstift angesetzt: Satte eine Million Euro weniger, damit man sich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren kann. Und was ist das? Richtig: 1,15 Millionen Euro fließen freudig in die Planung der Fuggerpromenade – schließlich braucht Augsburg dringend ein glänzendes Prestigeprojekt, während die Jugendheime und Sozialkassen darben.
Besonders fasziniert zeigt sich die Basis von der strategischen Finesse alter Haudegen wie Verena von Mutius und ihrer Fraktionskollegen. Noch kurz zuvor hatte die Grüne Fraktion in rührender Selbstüberschätzung selbst beantragt, das Sozialticket sofort wieder einzuführen und die Millionen für die Promenade zwischen Königsplatz und Staatstheater zu streichen. Als die Stadtregierung diesen kleinen, lästigen Antrag eiskalt abblitzen ließ, dachten die alten Grünen sich offenbar: „Was juckt uns unser dummes Gewäsch von gestern?“ und stimmten dem Kürzungs-Haushalt kurzerhand geschlossen zu.
"Passt nicht zusammen"
„Die Grüne Fraktion hat selbst beantragt, das Sozialticket sofort wieder einzuführen und das Geld für die Fuggerpromenade zu streichen. Beides hat die Stadtregierung abgelehnt, und trotzdem stimmt die Fraktion zu. Das passt vorne und hinten nicht zusammen“, kommentiert Hannah Augustin, Sprecherin der Grünen Jugend Augsburg, diese Meisterleistung der politischen Prinzipienlosigkeit.
Nach unseren Informationen gab es in den Reihen der Fraktion zwar das eine oder andere zaghafte Zucken von Gewissen und Vernunft, sprich: Stadträten, die den Kahlschlag tatsächlich kritisch sahen. Doch am Ende siegte die heilige Fraktionsdisziplin über jede politische Haltung. Vor allem altgediente Polit-Profis wie Verena von Mutius scheinen den unerschütterlichen Glauben zu vertreten, dass man grüne Werte am besten dadurch schützt, dass man sie bei erster Gelegenheit – flankiert von unbezahlbaren Theater-Millionengräbern – feierlich über Bord wirft.
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| Verena von Mutius: Wird sie von der Grünen Jugend gestürzt? |
Verknöcherter Pragmatismus
Damit ist jetzt Schluss. Unter der Führung von Magnus Trinkwalder schickt sich die Grüne Jugend an, das verstaubte Etablishment im Augsburger Stadtrat das Fürchten zu lehren und die Wachablösung einzuläuten. Die Jugend lässt sich von diesem verknöcherten Betonkopf-Mentalität und einer Fiskalpolitik auf Abwegen nicht länger blenden.
„Einem Haushalt zuzustimmen, der bei den Schwächsten kürzt, ist kein Pragmatismus. Es ist ein Bruch mit allem, wofür grüne Sozialpolitik stehen sollte“, stellt Magnus Trinkwalder, der unerschrockene Anführer der jungen Rebellen, unmissverständlich klar. Er kündigt an: „Wir wissen, dass es in der Fraktion auch andere Stimmen gab. Umso wichtiger ist, dass solche Bedenken in Zukunft nicht hinter Fraktionszwang, Theater-Millionen und blinder Loyalität zurückstehen. Wir treten an, um diesen Stil zu beenden!“
Die Kritik der Jungen Grünen zielt dabei gezielt auf die abgehobene Fraktionsspitze, nicht auf die grüne Basis, die oft genug fassungslos zuschauen muss. „Unser Problem ist nicht die grüne Basis, sondern eine Fraktion, die ihre eigenen Forderungen bei der entscheidenden Abstimmung im Rathaus verscherbelt“, so Augustin.
Gerade junge Menschen sind auf bezahlbare Mobilität und eine funktionierende Jugendhilfe angewiesen – nicht auf teure Betonpromenaden oder unendliche Baustellen-Finanzierungen für das Prestige-Ego der Stadtregierung.
Die Grüne Jugend Augsburg fordert unter der Ägide von Magnus Trinkwalder daher unmissverständlich:
Die sofortige Wiedereinführung des Sozialtickets (ohne faule Ausreden),
Keine weiteren Kürzungs-Experimente in der Kinder- und Jugendhilfe,
Die transparente Offenlegung aller geplanten Spar-Tricks,
Eine glasklare, rückgratfeste Haltung der Grünen Fraktion bei den anstehenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/28 – notfalls auch gegen den Willen der alten Garde
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